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Tonträger-Review
 
Khoma - The Second Wave

Khoma - The Second Wave
Roadrunner Records
Format: CD

Es war der Song "Stop Making Speeches", den man sich auf der Homepage von Roadrunner als MP3 auf seinen Rechner laden konnte, der einen sofort zu einem Fan von Khoma werden ließ. Was war das für eine Intensität, was für eine düstere Wucht und was für eine Perle von einem Song. Plötzlich hatten Radiohead wieder Eier, plötzlich wurden Dredg zu Metalheads, plötzlich verlor man sich mit einer unglaublichen Zufriedenheit in der Tiefe dieser Nummer. Nun also das Album und das hält tatsächlich, was der erste Song versprach. Die Welle kommt, sie erschlägt und begeistert einen.

Hinter Khoma, die früher mal Koma hießen und deren letztes Werk übrigens "Tsunami" hieß (ohne Worte...), stecken Sänger Jan Jämte und die zwei Gitarristen Johannes Persson und Fredrik Kihlberg, die man beide von Cult Of Luna kennt. Gemeinsam zelebrieren sie eine düstere Emo-Erfahrung voller Melancholie, Verzweiflung und Schwere. Sparsam wird mit Tempo oder Härte gearbeitet, in der Ruhe liegt die Kraft und bedrohliche Sound-Wände (bzw. Wellen) dröhnen aus den Boxen. Beeindruckend intensiv. Nur selten wird dieser Weg verlassen, nur manchmal halten auch sie es nicht mehr aus und lassen all ihren Gefühlen plötzlich freien Lauf und wüten und schreien hemmungslos. Nur um sich anschließend wieder zu fangen, sich ganz den dunklen Tönen zu widmen und die Hörer zum erneut kollektiven Grübeln und Träumen zu bewegen. Inhaltlich geht es um Anarchie, Sozialismus oder Umweltschutz, musikalisch könnte man "The Second Wave" irgendwo zwischen Thrice, Depeche Mode und den oben erwähnten Radiohead und Dredg einordnen. Klingt schon gut, oder?



-Mathias Frank-




 
 
 

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