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Tonträger-Review
 
Green On Red - Valley Fever - Green On Red Live At The Rialto

Green On Red - Valley Fever - Green On Red Live At The Rialto
Blue Rose Records/Soulfood
Format: 2CD

Wie das eben manchmal so ist mit legendären Dingen: Erwartungshaltung und Ergebnis liegen da nicht immer auf der gleichen Linie. Dieses Re-Union-Konzert der legendären Ur-Americana-Band Green On Red (aus dem mittlerweile eine Re-Union Tour geworden ist), ist eigentlich eine kleine Sensation, denn die Band spielt in Originalbesetzung (an den Drums saß Dan Stuart Kumpel Darren Hess) alle alten Hits. David Slutes (von den Sand Rubies), der dieses Konzert für das 20-jährige Jubiläum des Tucsoner Club Congress buchte, gelang damit ein bislang nicht für möglich gehaltener Überraschungscoup. Chris Burroughs schaffte es obendrein, ein zufällig anwesendes brasilianisches Kamera-Team zu hijacken und zum Mitschnitt des Konzertes, das somit auf CD und DVD vorliegt, zu überreden. Eigentlich alles super - bis auf die Tatsache, dass die ganze Chose trotz aller Bemühungen ziemlich unspektakulär und ohne wirklichen Zündfunken ablief. Chris Cacavas war so heiser, dass ihn wohl seine eigene Familie nicht an der Stimme erkannt hätte, Chuck Prophet sagte nicht ein Wort (und seine Gitarre verschwindet obendrein im 5.1 Mix fast vollständig) und Dan Stuart, den viele schon abgeschrieben hatten, zeigt hier zwar, dass er noch lebt - aber nicht viel mehr - sondern wirkt stattdessen ausgelaugt und müde. Das nahezu stimmungsneutrale Publikum vor Ort half da auch nicht gerade weiter. Da braucht es schon sehr viel Verklärung und romantische Erinnerungen im Unterbewusstsein, um dieses Werk dann als Meilenstein der Musikgeschichte zu begreifen. Sicher, als Best-Of-Retrospektive ist die Scheibe nicht ungeeignet und der trockene Humor, der mittels eingeblendeter Zwischentitel auf der DVD zum Tragen kommt, hat auch was. Insgesamt aber, klingen die alten Aufnahmen doch ein wenig belebender. Wenn man diese Aufnahmen z.B. mit dem vergleicht, was Steve Wynn heutzutage aus seinem alten Material macht, dann klingt das hier alles doch ganz schön schlaff.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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