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Hellwood - Chainsaw Of Life

Hellwood - Chainsaw Of Life
Munich Records/Indigo
Format: CD

Der Engländer nennt so etwas "Lovechild": Ein aus einer eigentlich anrüchigen Liaison hervorgegangenes Kind. "Hellwood", das sind Jim White, Johnny Dowd und dessen Drummer Willie B. Kennengelernt hatte man sich schon vor Jahren und sofort erkannt, dass man sich - trotz gegensätzlicher musikalischer Ansätze - auf der gleichen Wellenlänge befand. Vertieft wurde die Beziehung noch bei den Dreharbeiten zu "Searching For The Wrong Eyed Jesus", der BBC-Dokumentation zur gleichnamigen Jim White-CD, bei der Dowd einen wichtigen Part übernahm. Nun klingt die Scheibe allerdings nicht so, wie man sich das vielleicht vorgestellt hätte. Es ist nämlich keine Mischung des Dowd / White-Stils zu beobachten - vielleicht sind die Musiker hier auch zu unterschiedlich. Musikalisch scheint zunächst Dowd das Boot zu steuern, denn "Chainsaw Of Life" klingt genauso knochentrocken und verschroben, wie Dowd-Aufnahmen das gewöhnlich tun. Allerdings sorgen die von White geschriebenen Songs, dessen weniger schroffe Gesangsstimme und die Beiträge der Dowd-Vertrauten Kim Sherwood-Caso (mit der White auch ein anrührendes Duett beisteuert) versöhnlicher als das, was Dowd musikalisch alleine hingelegt hätte. Dennoch ist "Chainsaw" natürlich kein Spaziergang, sondern eher ein Höllenritt, der die düsteren Aspekte im Leben des kleinen Mannes beleuchtet, den beide gerne in ihren Werken sezieren. "The Good Die Young" - so ein Songtitel - ist in dem Fall keine Anklage, sondern eine Feststellung. Sowohl Dowd wie auch White haben sich mit den Umständen arrangiert und abgefunden.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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