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Tonträger-Review
 
Julie Roberts - Men And Mascara

Julie Roberts - Men And Mascara
Wrasse Records
Format: CD

Zwar hat sich Julie (nicht Julia) Roberts mit Haut und Haaren dem klassischen Nashville-Ethos verschrieben, lässt sich aber die Freiheit, die Sache mit einer gewissen Energie anzugehen und nicht nach dem Radio-Pop-Sound zu schielen. Das Ergebnis ist dann eine Art Zwischenebene zwischen Country, Country-Rock, Folk und Pop. Andere Sängerinnen, die der Country-Musik verbunden sind, aber nicht zu sehr dem Klischee entsprechen mögen, machen so etwas auch. Z.B. Kelly Willis oder Tift Merritt. Wie viele ihrer Kollegen und Kolleginnen aus der Zunft, bezieht auch Julie Roberts ihre Inspirationen aus dem Umfeld zwischen Saloon, Diner, Waschsalon und dem zugehörigen Trailerpark und trägt dabei ihr Herz auf dem Ärmel: Es ist ja beinahe schon entwaffnend unverfroren, wie direkt und plakativ sie ihre Trink- und Liebesdramen hier in simple, greifbare Bilder packt. Wollen wir mal hoffen, dass das alles nicht wörtlich zu nehmen ist. Musikalisch ist die Scheibe notgedrungenerweise ein Bastard: Nicht so richtig rockig, nicht so richtig poppig, aber auch nicht so kitschig wie eine typische Nashville Scheibe, bietet sie wenig musikalische Überraschungen und geht lieber auf Nummer Sicher. Julie meistert dieses Material - mit kräftiger, durchdringender Singstimme und einer Prise Blues - jedenfalls mit links und scheint als Interpretin eher unterfordert. Immerhin: All das lässt dieses Werk auch für Nicht-Rednecks interessant erscheinen.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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