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Tonträger-Review
 
Roman Fischer - Personare

Roman Fischer - Personare
Blickpunkt Pop/Soulfood
Format: CD

Alle, die Roman Fischer schon nach seinem Debüt "Bigger Than Now" vor zwei Jahren eine große Zukunft voraussagten, dürften gleich beim ersten Song hocherfreut in die Hände klatschen. Dafür, dass der Augsburger Bengel immer noch kaum über zwanzig ist, ist ihm mit "I Don't Know Who You Are" ein herrlich reifes, üppig orchestriertes Stück Popmusik gelungen, wie es hierzulande sonst wohl nur Maximilian Hecker fabrizieren könnte. Bei einigen Uptempo-Nummern ("Waste" oder "Evil Keys") kokettiert er ein wenig zu sehr mit dem Zeitgeist, an anderer Stelle übertreibt er es ein wenig mit der Brian Molko-Androgynie, dabei setzt er aber seine Ziele so konsequent und gekonnt um, dass man ihm nicht wirklich böse sein kann. "When He Takes You Down" erinnert ein bisschen an Slut - und aufmerksame Leser dieser Seiten wissen, dass wir Roman Fischer kaum ein größeres Kompliment machen könnten. Im Mittelpunkt des Interesses steht dennoch ohne Frage das Klavier: Beim Großteil der Songs ist es das auffälligste Instrument. Das heißt, dass die schwarzen und die weißen Tasten hier in der Regel nicht nur eingesetzt werden, um ein wenig radiofreundlichen Coldplay'schen Wohlklang zu verbreiten, nein, das Piano ist das Leadinstrument, oft unerwartet kunstvoll eingesetzt und nicht selten rasant ("I Can Use U") gespielt. Bei "We See", das Fischer selbst als sein Lieblingslied bezeichnet, ist es gar das einzige Instrument. Anspruchsvoll, ernsthaft, dynamisch, ruhelos, gefühlsecht: Eine ausgezeichnete Platte.


-Carsten Wohlfeld-




 
 
 

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