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Zeitloop - Stone Age

Zeitloop - Stone Age
Tribal Stomp/Cargo
Format: CD

Sie selbst nennen sich "Neo-Psychedeliker" - obwohl sie sich nach dieser Scheibe auch ruhig "New Age Psychedeliker" nennen dürften. Denn auf ihrem dritten Album brechen Zeitloop radikal mit ihren selbst erarbeiteten Traditionen und lassen die irdische Welt in weiten Teilen hinter sich. So gibt es auf "Stone Age" keinen Gesang mehr, und das Cover ist nicht mehr von Drummer Klaus Maaß gemalt, sondern fotografiert. Das heißt aber nicht, dass sich Zeitloop selber eingeholt haben oder plötzlich der Moderne verpflichtet fühlen: Der klassische Zeitloop-Sound wurde mittels neuer Sounderzeugungs-Maschinen erweitert, aber nicht grundlegend verändert. Immer noch dominieren meditative Grundstimmungen und gelegentliche Ausflüge in die Welt der Rockmusik - stets basierend auf in Jam-Sessions entstandenen Improvisationen. Lediglich der Weltmusik-Faktor wurde ein wenig zurückgefahren. Dafür sind die Stücke untereinander wesentlich abwechslungsreicher als auf den vorangegangenen Scheiben. Die wichtigste Änderung indes, nämlich das Fehlen von Gesang und Texten - fällt erstaunlicherweise kaum ins Gewicht. Das deutet darauf hin, dass Zeitloop im Grunde ihres Herzens immer schon verkappte Instrumentalisten waren. Es führt letztlich dazu, dass sie auch soundmäßig ihren großen Vorbildern - z.B. Pink Floyd - immer näher rücken. Das tun sie auf eine sympathisch bodenständige Weise, die ein Abheben verhindert - werden dabei aber immer transzendenter. Nun, solange sie nicht ganz entschweben soll uns das Wurscht sein: "Stone Age" ist das bislang schlüssigste und beste Zeitloop-Album geworden.


-Ullrich Maurer-



Surfempfehlung:
www.zeitloop.de

Zeitloop


 
 
 

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