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Tonträger-Review
 
Shelby Lynne - Just A Little Lovin'

Shelby Lynne - Just A Little Lovin'
Lost Highway/Universal
Format: CD

Nachdem ihre jüngere Schwester, Allison Moorerm, just eine Scheibe mit Cover-Versionen herausbrachte, legt nun Shelby Lynne eine ebensolche vor. Jedoch mit einem anderen Ansatz: Während Allison sich geeignetes Material aus der ganzen Musikhistorie zusammensuchte, beschränkt sich Shelby Lynne (auf einen Vorschlag ihres Verehrers Barry Manilow hin) ganz auf den Back-Katalog von Dusty Springfield - mit der sie öfter auch stimmlich verglichen wurde. Und das Ergebnis kann sich in jeder Beziehung hören lassen, denn mit "Just A Little Lovin'" setzt Shelby nicht nur ihrer Ikone ein musikalisches Denkmal, sondern überzeugt selbst auch als Interpretin. Letztlich legt sie sogar eine besonders gelungene Songbook-Scheibe vor, denn es gelingt ihr gleichermaßen, den Geist der Originale zu erhalten, wie sie auch zu ihren eigenen zu machen. Im gewohnten Soul-Pop-Ambiente wird jeder Track zu einer Art Entdeckungsreise, die Shelby dazu nutzt, die Nummern gründlich auseinanderzunehmen und zu ihren Bedingungen wieder zusammenzusetzen - ohne dass der Charme des Originals, sei es in Bezug auf Melodie oder Charakteristika, verloren ginge. Anders als oft bei solchen Unterfangen kann man die großen Hits wie z.B. Bacharachs "The Look Of Love" oder "You Don't Have To Say You Love Me" also durchaus wieder erkennen - obwohl sie auf eine musikalisch ganz andere, vom Original meist deutlich abweichende, Ebene gehievt wurden. Großen Anteil daran hat wohl auch Produzent Phil Ramone, der auch schon beim Springfield-Album "The Look Of Love" im Studio gestanden hatte. Und irgendwie hat man den Eindruck, dass sich Shelby mit diesen (für sie poppigeren) Nummern im Rücken auch als Sängerin oder Interpretin noch mal eins draufsetzt. Diese Scheibe ist schlicht vom ersten bis zum letzten Ton perfekt inszeniert - wozu gehört, dass sie auch recht kurz ist und offensichtliche Tracks wie "Son Of A Preacher Man" ganz ausgespart wurden.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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