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Tonträger-Review
 
Robert Wyatt - Comicopera

Robert Wyatt - Comicopera
Domino Records/Rough Trade
Format: CD

Wenn bei einem Künstler wie Robert Wyatt "Comicopera" draufsteht, dann ist auch eine drin. Das geht in dem Fall sogar so weit, dass Wyatt seine Partnerin in Crime, Anja Garbarek, regelrechte Arien trällern lässt. Doch recht bald kippt die Sache in jene einzigartige Mixtur aus Jazz, Psychedelia, Folk und Avantgarde um, wie sie nur der Meister persönlich auf die Beine zu stellen vermag. Später kommen dann noch Songs in italienisch und spanisch hinzu - einfach so aus Nickeligkeit und grundsätzliche philosophische und politische Betrachtungen - wie üblich in Wyatts halbironisch-poetische Texte verpackt. Das Ganze orientiert sich dabei strikt an klassischen Opern-Formaten. Rein musikalisch ist dieser Ausflug in die "E-Musik" indes bemerkenswert leichtfüßig geraten - irgendwo zwischen Jazz, Folk, Avantgarde und klassischem Songwriting. Sei es, das Wyatt seine eigenartigen Bläsersätze (z.T. rückwärts laufend) in die Gegend setzt, oder sich an Brian Wilson'schen Harmoniefolgen versucht: Der Pop-Song scheint in greifbare Nähe zu rücken. Was natürlich durch Wyatts eigenwilligen, nuschelig-brüchigen Gesangsstil trefflich torpediert wird. Diese Scheibe ist also insofern ein durchaus typisches Werk des merkwürdigen Auteurs - nur eben ein fast zugängliches.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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