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Tonträger-Review
 
Ani DiFranco - Canon

Ani DiFranco - Canon
Righteous Babe/Rough Trade
Format: 2CD

Für eine Künstlerin, die eh jedes Jahr ein paar CDs herausbringt, muss natürlich auch eine Best-Of-Retrospektive wenigstens als Doppel-CD erscheinen. Was dieses Werk nun von den Live-Aufnahmen Anis unterscheidet (die man ja auch als Werksschau hernehmen könnte), ist der Umstand, dass hier die verschiedenen stilistischen Phasen Anis sehr viel deutlicher kenntlich werden: Der Anti-Folk der frühen Tage, die psychedelischen Eskapaden der Identitätsfindungsphase, die Funk- und Jazz-Phase der besonders kreativen Jahre, die Solo-Geschichten und der Freestyle, den heutzutage Anis Schaffen bestimmt. Was auch deutlich wird, ist der Umstand, dass Ani dabei stets ihren eigenen Weg geht. Heutzutage werden ihr perkussives Gitarrenspiel und die sprudelnde Wortgewalt zwar oft emuliert - das bedeutet aber nicht, dass Anis Bedeutung als herausragende politisch und kreative autonome Künstlerin gemindert wird. Nach wie vor gelingt es der Self-Made-Indie-Ikone immer wieder, durch neue Denkansätze zu überraschen. Der hier vorliegende "Canon" ist insofern bestens geeignet, sich einen Überblick über die Welt der Ani DiFranco zu verschaffen. Das Werk ist gerade für solche Fans geeignet, die sich aufgrund der Mund-zu-Mund-Propaganda oder Quereinsteiger-Marketing-Effekte für diese Künstlerin interessieren - dann aber vor dem geradezu erschlagenden Output Anis kapitulieren. Ob sich die CD für Langzeit-Fans lohnt ist fraglich, denn es gibt lediglich (aber immerhin) fünf neu eingespielte Versionen bekannter Tracks - der Rest stammt von den CDs.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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