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Mando Diao - Never Seen The Light Of Day

Mando Diao - Never Seen The Light Of Day
EMI
Format: CD

Es ist schon erstaunlich: Normalerweise schaffen Bands wie Mando Diao genau zwei Scheiben: Die erste, mit dem Hype-Hit und die zweite, die dann floppt. "Never Seen The Light Of Day" ist aber nicht nur bereits das vierte Album der Schweden - und es klingt immer noch so, als sei das Quintett gerade gut gelaunt aus dem Ei geschlüpft. Dass die Jungs nicht so viel Wert auf Balladen legen, weiß man ja als Fan langsam. Dass sie aber immer noch so viel Energie in jeden einzelnen Song hineinprügeln (auch die akustischen), als sei es ihr jeweils letzter, ist dann doch bemerkenswert. Hinzu kommen hier groß angelegte Arrangements mit Orchestern, Pauken und Tamtam sowie eine Sammlung griffiger Pop-Songs mit eingängigen Refrains und angenehmen Melodiebögen. So richtig interessant wird die Scheibe aber dann am Ende, wobei zwei sehr unterschiedlich gestaltete Epen - eine unheildräuende Groove-Nummer namens "One Blood" und ein Instrumental-Track wie aus einem Morricone-Soundtrack - den musikalischen Höhepunkt des Albums markieren. Apropos Morricone: Ein gewisser Cowboy-Touch liegt über einigen der Stücke, was eine interessante Note darstellt. Ansonsten zehrt die Scheibe von einem höchst organischen Sound und eben jener ungebremsten Energie, die ja z.B. auch Mando Diao-Konzerte auszeichnet. Auch wenn die Combo oft als hochnäsig und überheblich empfunden wird: So langsam nehmen sie ihren Kritikern den Wind aus den Segeln. Mando Diao sind wirklich gut und haben mehr Substanz als so manche Konkurrenten.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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