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Nirvana - Unplugged In New York

Nirvana - Unplugged In New York
Universal
Format: DVD

Komisch aber wahr: Dieses legendäre Konzert gab es bislang offiziell noch nicht auf DVD. Nun ist das Dokument, das im Nachhinein zu einer Art Epitaph für Kurt Cobain werden sollte, auch im zeitgemäßen 5.1. Surround-Mix zu haben und somit auch den Nachgeborenen zugänglich. Die Show war in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Dass die Mit-Erfinder des Grunge Sounds mit akustischen Instrumenten hantierten, war schon ungewöhnlich genug. Dass dann aber noch zahlreiche ungewöhnliche Coverversionen Facetten und besonders die Einflüsse des Riffmaster offenbarten, wie das übliche Nirvana-Shows eben nicht taten, setzte dem Ganzen thematisch noch die Krone auf. Hinzu kam, das Cobain & Co. hier besonders sortiert und konzentriert agierten und somit die meisten der Tracks erfolgreich nach Hause fuhren (Cobain unkte zwar, dass er das Material "upfucken" würde, rutschte jedoch nur mit seinem E-Bow bei Bowies "Man Who Sold The World" wirklich aus). Dem Großteil des staunenden Publikums wurden einige der von Nirvana auserkorenen Heroen auf diesem Wege erstmals näher gebracht: Leadbelly z.B., dessen "In The Pines" Cobain zur stimmungsvollen Düster-Ballade umfunktionierte und belegte, dass der Blues tatsächlich Ausgangslage seines Tuns war. Oder die Meat Puppets, die gleich mit mehreren Stücken geehrt wurden (und erst NACH der Ausstrahlung dieser Sendung einigen Erfolg jenseits der Hardcore-Fan-Szene erzielten) oder aber die schottischen Vaselines, zu deren "Jesus Wants Me For A Sunbeam" Krist Novoselic gar zu einem Akkordeon griff. Daneben gab es natürlich auch Nirvana-Klassiker, die sich mal mehr, mal weniger von ihren Originalen entfernten: "Polly", "All Apologies" oder "Something In The Way" waren ja z.B. sowieso Akustik-Songs, während sich "Pennyroyal Tea", "Dumb", "On A Plain" oder "About A Girl" auch bestens mit diesem Setting vertrugen. Bei diesem Konzert wurde Cobain auch erstmals von Pat Smear auf der Gitarre begleitet, der bei den folgenden Konzerten als zweiter Gitarrist agierte. Insgesamt funktioniert dieses Konzert als Zeitdokument ebenso gut wie als musikalische Zeitkapsel einer Legende auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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