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Tonträger-Review
 
Justin Townes Earle - The Good Life

Justin Townes Earle - The Good Life
Bloodshot Records/Indigo
Format: CD

Angeblich ist Justin Townes Earle ja wegen ungehörlichen Betragens aus der Band seines Vaters Steve Earle geflogen. So ganz grün scheint man sich also nicht zu sein. Dieser Eindruck bestätigt sich auch aufgrund der Debüt-CD von Justin Townes. Denn während sich sein Vater praktisch Zeitlebens dafür einsetzte, zu den Ursprüngen der Country Musik zurückzufinden (nachdem er mit "Guitar Town" zunächst als hoffnungsvoller Spross des kommerziellen Country-Pop begonnen hatte), geht Justin Townes einen anderen Weg. Während man anhand seiner Balladen noch durchaus eine Seelenverwandtschaft etwa zu seinem namensgebendem Vorbild Van Zandt erkennen kann, geht es bei den Up-Tempo Nummern ganz solide in Richtung Honky Tonk und Bakersfield-Twang - und zwar eben ohne das "Alt", auf das sein Vater immer so viel Wert legte. Dennoch ist dies keine wirklich kommerziell geprägtes Country-Scheibe, denn erstens richtet Earle seine Songs akustisch-organisch aus (im Gegensatz z.B. zum sterilen Industrie-Sound) und zweitens ist er ein geschickter Jongleur, der mit den Versatzstücken der klassischen Country-Schiene immer noch ordentliche Songs ohne Pathos, Schmalz und Kitsch zustande bringt. Ganz mal davon abgesehen, dass auch sein Herz eher links von der Mitte liegt und er von Herzschmerz und rastlosem Herumreisen (den üblichen Themen der Country-Szene) nicht viel am Hut hat. Mit "The Good Life" ist Earle insofern ein ungewöhnliches Album gelungen, als dass es einfach eines geworden ist, das man vom Sohn des großen Steve nicht unbedingt erwartet hätte.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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