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Tonträger-Review
 
Liz Phair - Exile In Guyville

Liz Phair - Exile In Guyville
ATO/Soulfood
Format: CD+DVD

Nachdem das alte Label die Rechte an Liz Phairs Debüt-Album zurückbekam, wurde die Gelegenheit genutzt, diesen Meilenstein des Indie-Rock neu aufzulegen. Es gibt drei bislang nicht veröffentlichte Tracks aus dieser Zeit (eine Akustik-Nummer, einen Indie-Reggae (!) und eine Instrumental-Nummer) und eine Doku-DVD, auf der Liz Phair mit amateurhaftem Charme auf den Spuren ihrer selbst wandelt. Dabei interviewt sie praktisch alle, die irgendwie mit der Scheibe zu tun hatten: Chris Brokaw, der damals Werbung für die vorausgehenden Cassetten machte, die Matador Label-Chefs, die mit der CD nicht schlecht verdienten, Produzent John Wood, mit dem sie zurecht darüber fachsimpelt, warum bei einigen wesentlichen Tracks kein Bass darauf ist, Steve Albini, der das Ganze zu globalen und grundsätzlichen Betrachtungen nutzt, diverse Journalisten und Medienleute, die die Relevanz der Scheibe beleuchten, und Nash Kato, der das Artwork rettete und für den Liz insgeheim die Scheibe schrieb (auch wenn sie nach wie vor behauptet, es sei eine "Song für Song Antwort auf 'Exile On Mainstreet'"). Da wird mit einigen Vorurteilen aufgeräumt und man erfährt interessante Details. Die Scheibe selbst hat in den letzten 15 Jahren kaum Staub angesetzt und zweigt zweierlei: Erstens, dass die, die heutzutage solchen Bemühungen nacheifern, oft nur den Stil und den Sound im Kopf haben und zweitens, dass Liz im Vergleich später gar keine sooo schlechten Scheiben machte, denn selbst hier finden sich - jenseits der üblichen Kontroversen, die das Album auslöste - im Rückblick bereits erstaunliche Pop-Momente.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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