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Dear Reader - Replace Why With Funny

Dear Reader - Replace Why With Funny
CitySlang/Universal
Format: CD

CitySlang ist ja mittlerweile ein Label, das ein Garant für intelligent gemachten, orchestralen Indie-Pop geworden ist. Mit Lambchop, Calexico und Get Well Soon hat man die besten des Genres bereits unter einem Hut versammelt. Mit Dear Reader kommt nun veritabler Nachwuchs hinzu. Dear Reader sind Cherilyn McNeil und Darryl Torr aus Johannesburg, Südafrika. Das wirkt sich auf die Musik aber nur mittelbar aus. Weder ist "Replace" ein politisches Mainfest geworden, noch eine ethnisch angehauchte Folklore-Scheibe. Zusammen mit Daryl Knopf von Menomena schufen Dear Reader hier ein Album, das sich musikalisch fast schon eine eigene Nische erschließt. Es gibt intelligent gemachten Indie-Pop, der sich stilistische nicht festlegen möchte, sondern mit geschickt vermengten Versatzstücken aus Klassik, Jazz, Gospel, Rock, Folk und Amerikana hantiert. Cherilyn ist eine Frontfrau, wie man sie sich wünscht: Als Pianistin agiert sie ebenso virtuos wie als (offensichtlich Jazz-erfahrene) Sängerin - allerdings ohne dabei in Selbstgefälligkeit zu verfallen. Und musikalisch gibt es Erstaunliches: Insbesondere der Einsatz großer Gospelchöre verleiht der Sache eine gewisse hymnische Qualität, die indes niemals in Opluenz ausartet: Im Kern basiert das Ganze immer noch erkennbar auf Rockmusik. Nur dass diese mit einem transparenten Swing und einer folkigen Note dargeboten wird. Dear Reader werden mit Sicherheit eine der interessanteren Entdeckungen des Jahres werden. Wer Mary Lorsons Saint Low mag, der wird Dear Reader lieben.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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