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Tonträger-Review
 
Oumou Sangare - Seya

Oumou Sangare - Seya
World Circuit/Indigo
Format: CD

Oumou Sangare kommt aus Mali - das ja u.a. als Heimat von Ali Farka Touré bekannt ist. Anders als Touré hat sich Oumou aber nicht der Urform des Blues verschrieben, sondern dem Wassoulou-Sound. Das ist - vereinfacht - eine Art polyrhythmischer sanfter Disco-Beat mit effektvoll verschachtelten Gesangssätzen, angereichert mit Streichern, Chören, Hammond-Orgel und gelegentlich einem westlichen Drumkit (Will Calhoun), das aber nicht den Backbeat liefert, sondern die diversen Perkussion-Instrumente kunstvoll umspielt. Dominiert wird die Sache soundtechnisch aber von einer - landestypischen - Querflöte und einer speziellen afrikanischen Harfe. Für westliche Hörgewohnheiten klingt das Ganze ein wenig nach 70s-Afro-Soul. "Seya" bedeutet "Freude" - und das deutet an, dass dies keine Trauerkloß-Scheibe ist; obwohl Omou Sangare (die in Mali auch als Unternehmerin erfolgreich tätig ist, ein Waisenhaus gründete und als UN-Botschafterin arbeitet) durchaus auch politische Untertöne in ihre selbstgeschriebenen Songs einfließen lässt. "Seya" ist eine selbstbewusst afrikanische Scheibe geworden, die allerdings weit weniger der Tradition verpflichtet ist, als das zunächst den Anschein haben mag.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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