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Xóchil - Perlenkind

Xóchil - Perlenkind
edel
Format: CD

Die Dame mit dem malerischen Namen Xóchil A. Schütz ist die Galionsfigur der weiblichen, deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene. Da nicht wenige Songwriter sowieso im Prinzip ihre selbstverfassten Gedichte vertonen, wenn es ans Texten geht, lag eigentlich der Gedanke nahe, das auch mal mit "echten" Gedichten zu versuchen. Nun ist das aber auch buchstabengetreu genau das, was hier passiert ist: Es gibt Musik, zu der Gedichte vorgetragen werden. Das funktioniert mehr oder weniger gut (weniger gut dann, wenn sich die Musik aus nicht erkennbaren Gründen verselbständigt, dabei aber eben KEINEN passenden Gegenpol zu den gesprochenen Worten erzeugt, was verblüffend oft passiert). Vor allen Dingen stellt sich die Frage, warum Xóchil und ihr musikalischer Partner Dirk Häfner nicht den kleinen Schritt gegangen sind, das Wort zumindest teilweise mit Gesang zu verbinden - es hätte der Sache nicht wirklich schaden können, denn Xóchils warhmerziger Vortrag lässt erahnen, dass da auch eine durchaus passable Gesangsstimme schlummerte. Nun gut: Sie sagt in der Bio, dass sie im Zweifelsfall immer die Poesie wählen würde (zwar auf etwas anderes bezogen, aber vermutlich auch auf ihre Musik übertragbar). Was bleibt ist eine angenehm temperierte, vertonte Spoken-Word-Scheibe, bei der man sich als Zuhörer zuweilen ein besseres Zusammengehen von Wort und Musik gewünscht hätte. Wie man so etwas besser machen kann, zeigen z.B. Katharina Francks Versuche in dieser Richtung - und hier ging die Sache von der anderen Seite aus; d.h. von der Musikerin zum gesprochenen Wort. Vielleicht erklärt das ja den Unterschied.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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