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The Enemy - Music For The People

The Enemy - Music For The People
Warner Music
Format: CD

Was ist denn mit The Enemy passiert? Wo sind die drei rotzigen Bengel vom Debüt hin? Plötzlich präsentieren sie sich als schicke, geschniegelte junge Herren. Doch sie haben nicht nur ihre Trainingsjacken, sondern auch ihren dreckigen Sound abgelegt. Auf "Music For The People" spricht der Titel Bände. The Enemy machen jetzt auf Großraum.

Dachte man beim Genus des wunderbaren "We'll Live And Die In These Towns" noch stark an Blur, The Clash oder auch die Libertines, sind es zwei Jahre später eher Bands wie The Verve, Pulp oder auch The Jam und die Beatles. Wo früher Punkrock war, sind heute Pop und Pathos, was damals jugendlich und fast ein wenig naiv klang, ist heute ausgefeilt, auf Hochglanz getrimmt und - obwohl das ganze Album auf Tape aufgenommen worden sein soll - glatt bis glitschig. Doch was das Seltsamste an der Sache ist: The Enemy klingen weiterhin fantastisch! Denn wenn man sich erstmal an den Kitsch von "Last Goodbye", den Lennon / McCartney-Einfluss bei "Silver Spoon" oder an die Retro-Ballade "Keep Losing" gewöhnt hat, gewinnt man sie auch schnell lieb und entdeckt die Klasse der Lieder. Denn natürlich haben die drei Briten das Songschreiben und Musizieren nicht verlernt. Sie haben es nur ein wenig verändert und verfeinert. Und dürften damit neue Fans gewinnen und alte behalten. Denn natürlich gibt es auch dem Zweitwerk schnellere, hymnische Nummern wie "Don't Break The Red Tape" (schlicht der Hit des Albums!), Lässiges wie "Sing When You're In Love" oder "Elephant Song" und locker-flockige Popsongs wie "Be Somebody". Nur eben ein wenig anders. Ein wenig besser.



-Mathias Frank-




 
 
 

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