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Johnny Marr - Call The Comet

Platte der Woche

KW 24/2018


Johnny Marr - Call The Comet
New Voodoo/ADA/Warner Music
Format: CD

Johnny Marr sagt selbst über sein drittes Solo-Album "Call The Comet": "It’s the most Mancunian record I have made." Hat er es sich also einfach gemacht und sich nach dem Debüt "The Messenger" (das größtenteils in Berlin entstand) und "Playland" (das in London und New York aufgenommen wurde) im heimatlichen Manchester in das eigene Studio hingesetzt, sich von seinen Großtaten aus The Smiths-Tagen inspirieren lassen und hat auf Recycling gesetzt? Mitnichten. Die neue Platte schaut nicht nur zurück, sondern auch nach vorne, rechts, links, oben, unten. Gerade das macht sie so fesselnd.

Natürlich klingt seine Vergangenheit hier und da durch - man nehme nur mal "Hi Hello" mit seinem Jangle-Gitarren-Pop inkl. "There Is A Light That Never Goes Out"-Streicher-Referenz, "Day In Day Out" mit "Hand In Glove"-Anleihen oder "Bug". Das ist klassisches Marr-Songwriting und vor allem klassisches Marr-Gitarren-Riffing. Darf er, so klingt er, das hat er sich erarbeitet. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken - kein Wunder, ist von den 12 Songs nur einer unter vier Minuten lang. Das hat Substanz, Opulenz, Details - alles Zutaten einer modernen Gitarren-Pop-Rock-Platte. Auch textlich, denn Marr beschäftigt sich dort mit alternativen Gesellschaften und utopischen Zukunftsszenarien. "Call The Comet" wird leider nicht die Musik-Welt aus den Angeln heben, aber die Welt desjenigen Zuhörers, der sich voll und ganz darauf einlässt, erweitern. Jetzt braucht er nur noch einen fähigen Cover-Designer.



-David Bluhm-


Video: "Hi Hello"
Video: "Walk Into The Sea"
Video: "The Tracers"


 
 
 

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