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Help She Can't Swim - The Death Of Nightlife

Platte der Woche

KW 20/2007


Help She Can't Swim - The Death Of Nightlife
Fantastic Plastic/Rough Trade
Format: CD

"Can We Just Enjoy This, Please?" Eine unschuldige Frage gleich zu Beginn, die es in sich hat. Musikalisch ist das Eröffnungsstück "Pass The Hat Around" eher eine Reminiszenz an die britische Musik der letzten Jahrtausendwende. Ungewohnt leise Töne für Help She Can't Swim-Verhältnisse. "I Hope This Is Worth It. I Hope They Won't Hate It." Ein Anflug von Selbstzweifel?

Mit diesen zurückhaltenden Tönen ist es allerdings auch schnell wieder vorbei. "Idle Chatter" und "Kite Eating Tree" dagegen geben die Richtung für die folgende halbe Stunde vor: Der hysterische Junge / Mädchen-Gesang von Tom Denney und Leesey Frances und eine dicke Ladung durchgeknallter Keyboards bilden die Grundlage für diesen Abgesang, nicht nur auf das Nachtleben, sondern gleich auf die gesamte Popkultur. "You're Gonna Get A New Band. You're On The Hot Shit List. You Want Your Face In Magazines. Wanna Tell Me You're A Feminist?" heißt es in "I Think The Record's Stopped". "You're Less Exciting Than My Ringtone" an einer anderen Stelle. Von Langweile kann hier jedoch zu keinem Moment die Rede sein. Die Energie der Thermals, das Chaos der Blood Brothers, die Poppigkeit von Bis, der Lärm von Huggy Bear... die Liste der möglichen Referenzen ist lang.

Die Singleauskopplung "Hospital Drama" bringt am besten auf den Punkt, was die Lieder dieser Platte hervorhebt. "We Went To A Party Spelt P-I-T-Y". Genau drei Sekunden braucht man, um mitten hinein geworfen zu werden. Ein Adrenalinkick jagt den nächsten, die kurze Verschnaufpause ist trügerisch. Schließlich die Fähigkeit, die jedes herausragende Lied auszeichnet: Es weckt den Wunsch, augenblicklich die Zurücktaste zu drücken und es wieder und wieder zu hören.

"The Death Of Nightlife" besitzt letztendlich alle Elemente, die schon die Vorgängerplatte "Fashionista Dance Troupe" auszeichneten. Trotzdem hat man das Gefühl, Help She Can't Swim haben einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht. Ihr neues Album ist etwas weniger wütend, dafür mehr ins Detail gehend. Der Popgedanke wird nicht so schnell wieder weggestoßen wie früher. Diese Mischung wird zu einem überraschenden Höhepunkt: "Can We Just Enjoy This?" Selbstverständlich können wir das. Und zwar jedes der zwölf Stücke.



-Christina Ocklenburg-




 
 
 

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