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Linkin Park - A Thousand Suns

Linkin Park - A Thousand Suns
Warner Music
Format: CD

Konzeptalben sind in, das ist nicht erst seit Green Days "American Idiot" oder My Chemical Romances "The Black Parade" so. Unsere sechs sunny boys aus Kalifornien wollten auf der Welle anscheinend auch mal mitreiten. Haltungsnoten: Volle Punktzahl!

Die Platte ist ein zusammenhängendes Werk, Leerstellen gibt es nicht. Dabei sind die Songs so gekonnt verknüpft, dass das kein bisschen gezwungen oder künstlich rüberkommt. Zitate von Martin Luther King oder Auszüge aus Robert Oppenheimers "Destroyer Of Worlds" machen schon klar, worum es hier geht, die - wie gewohnt etwas melodramatische - Abhandlung monumentaler Themen: Krieg, Zerstörung, Liebe und Gerechtigkeit. Apokalyptisch, episch, prophetisch - mehr gibt es nicht zu sagen.

Auch musikalisch ein Muster an Experimentierfreudigkeit, das ständig überrascht und trotzdem durchgehend nach Linkin Park klingt. Dieses Sextett kann alles: Laut, leise, schnell, langsam, Gossensprache und pure Poesie. Das Intro zu "When They Come For Me" erinnert an Phil Collins' "Tarzan"-Soundtrack, "The Messenger" gehört zu dem Besten, das man je von Chester Bennington gehört hat, "Wretches And Kings" ist Linkin Park pur, "Waiting For The End" hat sogar minimale Reggae-Anschläge. Und auch das poppigste Stück der Platte, "Burning In The Skies", macht es wieder wett, allein schon durch die Bassline.

Wer Linkin Park nach "A Thousand Suns" noch vorwirft, zu verweichlichen und via Popsongs Ausverkauf zu betreiben, darf bitteschön in dem Riesenrepertoire an Chartpop nach etwas suchen, das annähernd die gleiche Klasse hat. Dieses Album ist Pflicht!



-Lisa Schmitz-




 
 
 

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