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Syd Barrett - An Introduction To Syd Barrett

Syd Barrett - An Introduction To Syd Barrett
EMI
Format: CD

Oktoberfest: EMI widmet dem phantastischen ersten Pink Floyd-Gitarristen und Sänger in diesem Monat nicht nur Re-Releases von dessen Original-Alben "The Madcap Laughs" (1970), "Barrett" (1970) sowie der Raritäten-Compilation "Opel" (1988). Sondern bringt mit "An Introduction To" auch eine auf eine CD komprimierte Werkschau an den Start, die sich erstmals - und sinnvollerweise - auch beim Floyd-Debüt-Album "The Piper At The Gates Of Dawn" (1967) sowie bei den drei Single A-Sides "Arnold Layne", "See Emily Play" und "Apples And Oranges" bedient. So haben Barrett-Novizen hier in Summe ganze 18 schlagende Argumente beieinander, warum es sich auch heute noch lohnt, sich mit dem leider buchstäblich zwischen Genie und Wahnsinn irrlichternden, 2006 verstorbenen Künstler zu beschäftigen.

Aus der Floyd-Ära werden Progressive-Fans noch am ehesten die auch heute noch beliebten Psychedelic-Pop-Perlen "Arnold Layne", "See Emily Play" oder "Matilda Mother" kennen, letztere erscheint hier allerdings in niegelnagelneuen Remix-Gewand. Der wurde von keinem Geringeren als Barretts "Nachfolger" David Gilmour beigesteuert, der bei diesem Compilations-Projekt als Executive Producer fungiert und insgesamt fünf Titel mit einem neuen Mix sowie "Here I Go" mit einer neuen Bass-Spur versehen hat. Stilistisch bringt Barretts Post-Floyd-Phase zwar eine gewisse Vereinfachung und Betonung akustischer Instrumente mit sich, aber zumindest keinen harten Bruch - weil er eben die Pinkies der 60er Jahre stark dominiert hatte. Wir hören wunderbar versponnene Pretiosen zwischen kinderliedhaftem Folk-Geschrammel ("Dark Globe"), geheimnisvoll ratternden Maschinerien ("Bike"), einer Cockney-Variante von Honkytonk ("Love You"), jauligen Scherzen ("If It's In You"), aber auch Beschwörungen mit Orgel, Rhodes und rückwärts laufenden Gitarrenspuren über einen psychedelisch verlangsamten "Happy Together"-Rhythmus ("Dominoes") bis hin zu wiegenden Tuba-Linien ("Effervescing Elephant"). Empfehlenswertes, wertig ausgestattetes Digibook mit prächtigem Cover-Artwork von Storm Thorgerson (Ex-Hipgnosis) und dickem Booklet einschließlich Lyrics - allerdings leider ohne Besetzungshinweise zu den Nicht-Floyd-Songs.



-Klaus Reckert-


"Astronomy Domine" m. Syd (inkl. brüllkomischem Interview)

 
 
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