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Tonträger-Review
 
KIT - Invocation

KIT - Invocation
Upset The Rhythm/Cargo
Format: CD

Steht man beim Abwaschen in der Küche und hört KITs zweites Album "Invocation", könnte man meinen, die Band selbst befinde sich im Zimmer nebenan und spiele live in der eigenen Wohnung - und Sängerin kreischt einem voll ins Gesicht. So roh, direkt, laut und lärmig ist "Invocation".

Die Produktion ist entschieden Lo-Fi und vollkommen übersteuert, die Tracks wurden bewusst analog auf Band aufgenommen. Schnell ist klar: Die Kalifornier scheißen auf Aufnahme- und Produktionskonventionen - hier geht es um die Songs. Und die haben es in sich. Von elf Stücken sind gerade mal drei länger als drei Minuten. Dass die Band bei ihrem Zweitwerk vor allem Wert auf Songwritig und Kompositionen gelegt hat, weiß sie gekonnt zu kaschieren.

"Invocation" steckt voller ungezügelter Energie, die scheinbar direkt aus KITs Proberaum (oder aus dem eigenen Wohnzimmer) beim Hörer ankommt. Das klingt dann nach Punk, nach Krach, nach einem sehr eigenwilligen Verständnis von Pop. Dass KIT schon Split-Singles mit Thurston Moore und Kim Gordon und mit Deerhoof aufgenommen haben, verwundert somit wenig. Die Parallelen sind schließlich unverkennbar.

"Invocation" ist ein äußerst kurzweiliger Spaß, der leider gerade mal eine halbe Stunde andauert. Wer auf experimentierfreudrige Rockmusik, Punk, Noise - aber auch auf Melodien steht, sollte sich dieses Album unbedingt mal anhören.



-Felix Maliers-




 
 
 

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