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Toxic Smile - I'm Your Saviour

Toxic Smile - I'm Your Saviour
Progressive Promotion
Format: CD

Sächsisch, toxisch, titanisch - die Melodiemeister des Progrocks sind zurück. Endlich. Während die 2006er DVD "In Classic Extension" sowie die 2009er Durchhalteparole im EP-Format "Overdue Visit" an unsereinem leider vorübergegangen sind, ist das 2004er Opus "Retrotox Forte" hierorts noch mühelos als einer der damaligen Jahresfavoriten erinnerlich. Entsprechend hoch die Erwartungen an das aktuelle Errettungsversprechen... Doch "Saviour" löst die Zusage ein, erlöst wirklich aus Frickelhagel, Themenlosigkeitswüstenei und eierlosen, talentfreien Sängern im Progzirkus. Die Truppe um Mastermind Marek Arnold (key, sax; Stern-Combo-Meissen, Coloured Rain, Seven Steps To The Green Door u.a.) und Ausnahmesänger Larry B. scheint entschlossen, auch diesmal wieder die Quadratur der Progmusik einzulösen: Anspruch ohne Generve, Heavyness ohne jedes Gepose, internationale Qualität ohne US-Reisepass.

"Liquid Wall" kultiviert vor allem durch Mareks suchende Pianofiguren und Larrys strahlende Chöre einen Einstieg mit gewissem West Coast-Appeal. Doch der Kopfhörer legt es bloß: Was Robert Brenner (bss) und Robert Eisfeld (drms) hier schon in den ersten Takten beisteuern, würde die Herren wohl auch eine Brand X Audition bestehen lassen. Nur, dass es hier eben kaum weiter auffällt, nicht den bedächtigen Aufbau einer wirklich wohlgesetzten Komposition stört. Spätestens ab Minute 5 schlägt die große Stunde von Gitarrist Uwe Reinholz: aberwitzig virtuos, aber immer geschmackssicher trägt er uns dem schwer vergesslichen Refrain entgegen.

"Change" rockt mit Gitarrenriffs und herrlich pumpender Orgel entschieden das Haus, während "The Abyss" sogar den Monolog eines Selbstmörders (rock-)radiokompatibel macht. Auf Pianoflügeln hebt die AOR-Ballade "Hidden Brand" ab, einen weiteren Ruhepunkt bietet das folgende, vielleicht allzuruhige, akustische "Walked By Fear". Der unausweichliche Weckruf heißt "Endless Cycle": Die fette Orgel, Powerchords und ein Chorus wie von Lake und Enchant gemeinsam geschrieben lassen tatsächlich den Wunsch nach ein wenig Endlosschleife aufkommen. Näher bei Toto als bei Stevie Ray Vaughan steht schließlich "Pride And Joy" mit abermals schwer glaublichen Zusammenspiel der beiden Roberts.

Poliert hat diesen Diamanten Markus Teske, der sonst Vanden Plas produziert. Und genau mit denen gibt es in 2011 auch mehrere Auftritte - watch out for this package.



-Klaus Reckert-


Endless Cycle

 
 
 

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