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Crystal Fighters - Star Of Love

Crystal Fighters - Star Of Love
Different/Pias/Rough Trade
Format: CD

"Crystal Fighters" heißt das Fragment einer baskischen Oper, geschrieben von einem halb wahnsinnigen alten Mann, der nun längst tot ist. Laure heißt die junge Frau, die die wirren Notizen des alten Mannes gefunden hat. Der Mann war ihr Großvater. Laure wollte die Oper zu Ende bringen und gründete dafür in London die Band unter dem Namen Crystal Fighters. So steht es zumindest geschrieben. Wahrscheinlich ist das alles erstunken und erlogen, aber klingt doch erst mal nett, oder?

Das Problem an der Geschichte ist, dass - sofern das alles wahr ist - Laures Großvater bei dem einen oder anderen Stück des Debütalbums "Star Of Love" im Grabe zu rotieren droht. Bei "I Do This Everyday" zum Beispiel. Das fällt nämlich dermaßen hysterisch aus, dass es kaum zu ertragen ist. Das ist aber auch der größte Ausfall des Albums.

Ansonsten verbindet die spanisch-englische Band auf ihrem Album Electrosounds mit traditionellen baskischen Instrumenten, die für den Laien jedoch sowieso nur "irgendwie spanisch" klingen. Das funktioniert manchmal gut, gelegentlich nervt es jedoch ein wenig: z.B. bei "I Love London", bei dem man sich auch fragt, was Laures baskischer Großvater in London zu suchen hatte.

Sieht man mal über die etwas überkandidelte Background-Story hinweg, ist "Star Of Love" ein teilweise nettes Dance-Album, das man sich in manchem Club gut vorstellen kann. Es wäre aber auch okay gewesen, wenn der Fünfer aus London einfach weiterhin Hype- und Club-taugliche Singles auf Kitsuné veröffentlicht hätte. Da erschienen nämlich ihre ersten Tracks, z.B. "Xtatic Truth", eines der stärksten Stücke der Platte.



-Felix Maliers-




 
 
 

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