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Don Airey - All Out

Don Airey - All Out
Music Theorie/Mascot/Rough Trade
Format: CD

Auch wenn Don Airey bei Deep Purple den inzwischen leider an Krebs erkrankten Jon Lord ersetzte, war er für eine kaum noch aufzulistende Anzahl anderer Musiker und Projekte stets die allererste Wahl: Black Sabbath, Jethro Tull, Judas Priest, Living Loud, Gary Moore, Ozzy O., Phenonema, Uli Jon Roth, Michael Schenker Group, UFO oder auch Whitesnake setzten oft und gern auf seine Keyboarder-Dienste. Ähnlich wie beim Vorgänger "A Light In The Sky" (2008; Review auf gaesteliste.de) bewegt sich Aireys drittes Soloalbum zumindest teilweise auf gut ausgetrampelten Hardrock-Pfaden, z.B. "People In Your Head" (mit netten, aber überraschend unspektakulären Gastsoli von Joe Bonamassa) oder dem simpel gemachten "Wrath Of Thor". Dazu passt dann die Stimme von Carl Sentance (u.a. Krokus, Geezer Butler Band, Persian Risk, The Australian Pink Floyd Show) recht gut. Seinen Pop-Schmelz (oder war Schleim das Wort?) kann der auf "Running From The Shadows" voll ausreizen und auch die Hendrix-Nummer "Fire" gerät harmlos. Wenn es dabei geblieben wäre, hätten wir "All Out" - der Begriff steht u.a. für den Sound, der entsteht, wenn bei Aireys Leib und Mageninstrument, einer Hammond-Orgel (übrigens Modell A100, nicht B3) alle Register voll gezogen sind - gern unter den Keyboardständer fallen lassen.

Aber da sind eben auch Tracks wie das u.a. auf Motiven von Alberto Ginastera beruhende Instrumental "Estancia", bei dem jedem Freund von analogen Keyboardsounds selbst fest geschnürte Schuhe umgehend aufgehen. Dies oder auch die "Right Arm Overture" (7:13) hätten sich sogar auf einem Emerson, Lake & Palmer- oder Triumvirat-Album der jeweiligen Blütezeiten prächtig ausgemacht. Auch die eher sanften Instrumentals "B'cos" und "Long Road" überzeugen - hier vor allem durch die Gitarrenbeiträge von Rob Harris und Dons Bruder Keith Airey. Das knapp 11 Minuten währende Stück "Tobruk" fährt nochmal alles auf, wofür man sich den Don auch mal live ins Städel wünscht: Eine etwas stärkere Gesangsmelodie, solides Hardrock-Riffing, fette Orgelsounds, flitzende Synth-Soli, floydeske Samples und ein Grande Finale, das besonders gut in die Zeit passt, da die besungene, geschichtsträchtige Stadt in Libyen liegt...



-Klaus Reckert-




 
 
 

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