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Cradle Of Filth - Evermore Darkly

Cradle Of Filth - Evermore Darkly
AbraCadaver/Peaceville/edel
Format: CD+DVD

Hübsch böse: Im aufwändig gestalteten 16-seitigen Booklet demaskiert "Lord Filth" die vorliegende Veröffentlichung zunächst selbst als "total rip off" (da ja im Wesentlichen lediglich Alternative Versionen von bereits auf "Darkly, Darkly, Venus Aversa" enthalten seien). Nur um im Folgenden darzutun, warum "Evermore Darkly" natürlich doch ein guter Kauf gewesen ist. Und tatsächlich dürfte kaum ein Fan, und nur auf die zielt dies, der Protagonisten des (in Dani Filths eigenen Worten) "Gothic Lustmord Metal" enttäuscht werden. Schließlich gibt es mit "Transmission From Hell" eine atmosphärische Einführung in das Ganze, mit "Thank Your Lucky Scars" einen gut abgehenden flammenneuen Song, an dem mal wieder die unheilvollen Orchester-Arrangements besonders bestechen. "Forgive Me Father" wird mit einem sechseinhalbminütigen Black TechnoMetal-Remix von Rob C (Anthrax) gewürdigt, eine Urversion vom "Venus"-Album wird zum Vergleich mitgeliefert, genau wie von "The Persecution Song" und "The Spawn Of Love And War". Zu "Lillith Immaculate" gibt es eine Langfassung. So kommt diese "EP" auf 43 Minuten Laufzeit, von denen das voll orchestrierte Fast-Instrumental "Summer Dying Fast" inklusive Kirchenorgel besonders fesselt: Es ist ein Ausblick auf die geplante Orchester-Veröffentlichung, die wirklich Unrat in Reinkultur verspricht.

Die DVD fährt das recht pornographisch geratene Promo-Video zu "Lillith Immaculate" auf, dessen Story man vielleicht als Jungfernverschmutzung zusammenfassen könnte. "You Can't Polish A Turd, But You Can Roll It In Glitter" ist der pralle Name, den Dani der 42minütigen Tourdokumentation zum Sommer 2011 mitgegeben hat. In teils stroboskopisch-schnell aus Auftritten und Reiseszenarien verschnittenen Bildern begleiten wir die kommerziell erfolgreichste Black Metal-Combo der Welt auf ihrer letzten Tournee durch Russland, Ukraine und DACH. Der böse Humor der Gesellen zeigt sich nicht nur in diversen Interviews, sondern auch in Danis Anmoderation des letzten DVD-Bestandteils: "Burning Down Graspop" dokumentiert den gefeierten COF-Auftritt bei diesem Metal Meeting, "im tiefsten, dunklen Belgien, wo Eltern ihre Kinder in Kellern halten, ganz wie im Märchen"... Der einstündige Gig zeigt die Truppe inlusive der hier als Bandmitglied geführten Caroline Campbell an Keyboards und Gesang in Topform. Ton- und Bildqualität sind überdurchschnittlich. Früher hätte allein ein solcher Konzertmitschnitt richtig Kohle gekostet, heute ist es eine Dreingabe zum – in Summe empfehlenswerten – "Mini"-Album.



-Klaus Reckert-


Trailer


 
 
 

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