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Waltari - Covers All - The 25th Anniversary Album

Waltari - Covers All - The 25th Anniversary Album
Nordic Notes/Broken Silence
Format: CD

Das musste gefeiert werden! Im 25. Jahr des Bandbestehens und 20 Jahre seit dem Debütalbum wurde es Zeit für etwas Besonderes. Die sowohl auf Genie, wie auf Wahnsinn einigen Anspruch erhebenden Finnen, denen nachgesagt wird, Crossover mit-erfunden zu haben, hatten immer schon viel für den Verfremdungseffekt über, den gute, eigenständige Cover-Versionen bewirken können. Man denke etwa an ihre Fassung von The Cures "A Forest", "Help" und "Julia" von den Beatles, "New Church" von den Lords Of The New Church oder "Vogue" von Madonna. Das war alles schon nicht schlecht, doch nun kommt "Covers All" mit seinem totalitärem Anspruch - ein ganzes Cover-Album. Und abermals ist es bei einigen Versionen so, als hörte man die Songs zum allerersten Mal. Oder zum ersten Mal richtig.

"Pluck" von System Of A Down ist biestiger denn je, könnte so aber immer schon ein Waltari-Eigengewächs gewesen sein. Mit "Give It To Me" ist erneut ein Liedchen von Frau Ciccone dabei. Allerdings haben Kärtsy & Co. der ollen Disco-Gurke einen belebenden Glamrock-Einlauf verpasst. Ein erster Höhepunkt wird mit "The Dead Heart" erreicht. Das Lied war schon bei Midnight Oil ein toller Klopfer gewesen, bei Waltari wird es vollends zur zornigen Hymne. Bowies "Look Back In Anger" verbreitet eine elegante Kühle, die man dem fast humppahaft abgehenden "Caught In A Mosh" von Anthrax mit seinen herrlich eierigen Blechbläsern wahrlich nicht nachsagen kann. Mit "One Hundred Years" wird auch wieder ein Cure-Song wachgeküsst.

Die verzahnten double leads kündigen es bereits an - selbst vor einem Maiden-Song sind diese Jungs nicht bang: "Infinite Dreams" wird mit viel Gefühl, aber auch Death Metal-Growls gegeben. Die bleiben dem End- und Meisterstück dann doch erspart. Mit "A Sauverful Of Secrets" beweisen die Crossover-Kings 32 Minuten lang, dass ihnen auch die Psychedelik der frühen Pink Floyd bestens liegt. Allerdings klingt diese Version teils authentisch nach den frühen Siebzigern und teils wie backfrische 2011er Avantgarde. 

Nettes Detail an einer ohnehin fast perfekten Platte: Das Booklet verrät, welcher Waltarist für die Auswahl welches Songs verantwortlich ist. Beispielsweise "Saucerful" hatte sich Keyboarder Janne Immonen ausgesucht. Well done!



-Klaus Reckert-


"Pluck" (SOAD)
Waltaris legendäre Death Metal Symphony (Auszug)


 
 
 

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