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Crystal Breed - The Place Unknown

Crystal Breed - The Place Unknown
Saol/H'art/Zebralution
Format: CD

Crystal Breed wurden von Sänger/Gitarrist Niklas Turmann und Keyboarder Corvin Bahn gegründet. Beide sind nicht nur im aktuellen Line-Up von Peter Pankas Jane zugange, sondern haben auch (Traum jeden Hannoveraners?) schon mit dem Ex-Scorpions-Gitarristen und Meister der Sky-Guitar getourt. Unter anderem. Auch die deutschen Exportgüter Gamma Ray oder Fair Warning haben die Kristallinen schon supportet. Zur Band werden sie auf dieser 2011 produzierten, aber 2012 bemusterten/promoteten Scheibe mit Michael Schugard (bss) und dem Drum-Ass Thorsten Harnitz (u.a. Counter-World Experience!), von dem man aber einfach total wenig wahrnimmt.

Beim allerersten Durchlauf wirkt "The Place Unknown weniger als ein unbekannter als vielmehr wie ein undefinierter oder gar unentschlossener Ort. Das bessert sich aber mit jeder Chance, die man dem relativ sanften, keyboardlastigen ausgeklügelten und teuer produzierten (vgl. die Streicher auf "Words Of Silence") wirkenden Artrock des Quartetts gibt. Der Softeis-Eindruck hat sicherlich vor allem mit Niklas' klarer, heller Stimme zu tun. Beispielsweise "Lies" liegt in etwa zwischen Invertigo, Arilyn und einem Outtake von Alias Eye - und ist insofern vielleicht kein idealer Album-Aufmacher. "Floating On Waves" klingt mehr nach Wolken als nach Wellen, während das Titelstück mal etwas mehr Gas gibt. Dafür ist das folgende "Move" dann schon wieder eine Ballade mit akustischer Gitarre und einer Stimmung wie Hamlet, der Ophelia verabschiedet. Übrigens: Das Booklet enthält alle Texte. Im konkreten Fall dreht sich der Song also wohl tatsächlich um einen schwierigen Abschied...

"No Turning Back" bekommt schon durch die Slide-Gitarre mal etwas mehr Pfeffer. Was die Scheibe für den Rezensenten letztlich dauerhaft vor dem "Nimmerwiederhören"-Stapel gerettet hat, sind die herrlichen Piano-Themen und -Übergänge, welche die vielteiligen Stücke im Inneren zusammenhalten. Da kann sich auch schon mal plötzlich und kurz ein Walzer drehen, mitten im (Soft)Progrock.

Fazit: Empfehlenswert, aber braucht wirklich etwas Geduld. Hoffentlich bekommen sie die auch, wenn Crystal Breed am 02.06.2012 beim Nancy on the Rocks für die zum gefühlt 666. Mal Abschied nehmenden Scorpions, aber auch besagte Gamma Ray und besagteren Uli Roth eröffnen.



-Klaus Reckert-


Crystal Breed - The Place Unknown (official, Audio)


 
 
 

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