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Franck Carducci - Oddity

Franck Carducci - Oddity
Eigenveröffentlichung
Format: CD

Franck Carducci ist durch die harte Schule von über 20 kleineren Bands gegangen und hat bereits an 15 Alben anderer Musiker mitgewirkt. Mit seinem eigenen Debüt "Oddity" hat sich der in den Niederlanden lebende Multiinstrumentalist Debütalbum nun einen Lebenstraum erfüllt. Den Impuls zum Entstehen dieser wundervollen retroprogressiven "Merkwürdigkeiten" gab übrigens Steve Hackett, für den Franck Konzerte eröffnete (wie übrigens auch schon für DeWolff, Murray Head, Albert Lee, Bill Wyman u.v.m.). Steves Bruder John ist einer der Gaststars bei einer musikalischen Rundreise, die laut Franck "from Stanley Kubrick to The Beatles" reicht. Das beschreibt den Stil von "Oddity" eher schlecht, ist aber dennoch nicht mal zu viel versprochen, wie die jetzt bereits mehrmonatig zunehmende Freude an dem einstündigen Epos beweist.

Wir haben es hier mit stark nach den Siebzigern klingenden Progrock zu tun, der so liebe- wie respektvoll mit seinen Wurzeln umgeht. Für das Intro "Achilles" muss man schon 15 Minuten volle Aufmerksamkeit mitbringen, wird dafür aber mit einer hörenswerten Retroprogsuite entschädigt, bei der man Francks sanfte, hohe und doch sehr tragfähige Gesangsstimme, die zahlreichen analogen Keyboards sowie John Hacketts Querflöte gerne zur Kenntnis nimmt. Vor allem aber überzeugt die Komposition, die häufiges Hören dadurch belohnt, dass es hier immer noch eine neue, hübsche Nuance zu entdecken gibt: Geballter Wohlklang mit Auge und Ohr für Details.

Und es geht gut weiter: "The Quind" (Blending aus quiet und mind) klingt auch so - friedlich und schön. Folk-Charme bietet "The Eyes Of Age" auf (die zweite Stimme steuert hier Yanne Matis bei), während das zwölfminütige, gitarren-befeuerte "Alice's Eerie Dream" etwas bewegter daherkommt. Das namensgebende "The Last Oddity" beschließt den Reigen bereits, indem es im ersten Teil die Zauberwelt früher Genesis und hernach junge Pink Floyd heraufbeschwört.

Als Bonus gibt's noch eine verzichtbare Fassung von Genesis' "Carpet Crawlers" sowie die Radio-Kurzfassung des "Dream". Auch ohne die können Fans der beschriebenen Musikrichtungen und -zeiten mit "Oddity" reichlich Spaß haben.



-Klaus Reckert-


Official Video (Teaser): "Alice's Eerie Dream"
"Achilles" live in't Blok


 
 
 

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