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Tonträger-Review
 
Bow - Man In The Machine

Bow - Man In The Machine
Eigenveröffentlichung
Format: CD

Bow ist ein enorm spannendes Projekt des niederländischen Multi-Instrumentalisten Chris van der Linden. Chris war u.a. Drummer der auch nicht uninteressant klingenden Fourteen Twentysix, die u.a. schon für Konzerte und Aufnahmen mit Mick Moss und Antimatter kooperiert haben (s.u., Surf-Empfehlungen). Das "Man In The Machine"-Album bekam Chris durch die Finanzierung der Crowdfunding-Plattform Pledgemusic aus der Maschine. Und es hat sich gelohnt: Hier herrscht eine einzigartige, häufig unheimliche ("Neuron Traveler") Atmosphäre vor, die gelegentlich nach einer Mischung von Bo Hanssons Orgel, Kevin Moores Soundtracks, den Harfen von Clannad & Co. und Adrian Benavides Industrial-Seiten klingt - wie gesagt, einzigartig. "Man In The Machine" ist Chris' 2012 verstorbenem Sohn Pim erinnert- auch hier vielleicht eine Parallele zu Benavides.

Klangfarben und Akzente stammen neben dem Komponisten auch von Indigo Smith-Poelz (vln), Sarah Nichols (hrp), während Keith Wallace den titelspendenden "Man" spricht. Dennoch ist das Werk keinesfalls textlastig geworden und kommt auch bestens ohne Gesang aus. Denn auch so gibt es mit Industrial Beats, Ambient Loops, Soundscapes und mit unerwarteten Geräuschen, die z.B. teilweise auf einer Ananas oder durch Klappern mit CD-Hüllen hervorgebracht wurden, stets genug zu entdecken. Beispielsweise auf "Influx" ist etwas unterwegs, das wie ein Robotermückenschwarm der Zukunft klingt... Und was leicht auch völliges Chaos hätte ergeben können, wurde stattdessen zu einer bereichernden musikalischen Erfahrungsreise zwischen Electronica und Konzept-Prog. Eine Erfahrung, die allerdings mit Konzentration und am Stück durchlebt werden will - Einzelstücke quasi nebenher konsumiert ergaben wenig Genuss.

Mijnheer van der Linden ist mit Linden Artwork natürlich auch sein eigener Designer und bietet diese Dienstleistung übrigens auch anderen Bands an. Das ungemein wertig - teillaminiert! - hergestellte Digibook ist in der Tat eine kongeniale Erweiterung der Musik - aber die Ameisen-2-Punkt-Schrift der Credits in Braun auf Schwarz fast unlesbar. Das Beste zum Schluss: Mit "UMR" hat der Meister bereits ein neues Bow-Projekt angekündigt.



-Klaus Reckert-


"I Am Machine"
"The Way Out"


 
 
 

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