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Omar Dykes - Running With The Wolf

Omar Dykes - Running With The Wolf
Provogue/Mascot/Rough Trade
Format: CD

Die markerschütternd tiefe, markante Stimme von Kent "Omar" Dykes (vgl. Omar And The Howlers) ist oft und gerne mit der von einem seiner größten Idole verglichen worden: Howlin' Wolf bzw. bürgerlich Chester Arthur Burnett. Da er auch dessen Gitarristen Hubert Sumlin vergöttert, war das vorliegende Themen- und Tribute-Album für den aus McComb, Miss., stammenden heutigen Austin-Blueser vermutlich naheliegend: Es umfasst 14 Klassiker, die jede(r) von Howlin' Wolf kennt - auch wenn sie beispielsweise von Willie Dixon stammen - plus mit dem Titelstück eine eigene, sehr im Geiste des Vorbildes gehaltene Wolf-Hommage.

Spätestens beim Antesten wird einem klar, dass man diese Songs fast alle schon sowohl von Howlin' Wolf wie von zahlreichen anderen Interpreten gehört hat, was die hier selbst gestellte Aufgabe nicht leichter macht. Beispielsweise dieses "Killing Floor" hat herrlich viel Twang, wohingegen "The Red Rooster" als der wohl meistgecoverten Dixon-Nummer sich damit etwas schwer tut, sich gegen extremere Versionen wie der von The Doors live abzuheben. Das gleiche trifft auch auf Dixons "Back Door Man" zu - gibt es hiervon doch teils sengende Fassungen von Black Oak Arkansa, Quicksilver Messenger Service, Chicken Shack, Iggy Popp, Popa Chubby oder auch Viktor Lazlo. "Spoonful" klingt hier so richtig nach Chicago Blues - das Stück kennen die meisten natürlich ganz anders und am besten von Cream, den anderen weißen Jungs, die schwer beeindruckt von Dixon/Wolf waren und es ebenfalls ziemlich drauf hatten. Apropos: "Smokestack Lightning" wird betont laid-back genommen und spielt somit bewusst in einer anderen Liga als die Over the top-Versionen von u.a. The Yardbirds, Soundgarden, Aerosmith etc.

Vom abschließenden "Wang Dang Doodle" schließlich ist Burning Spears Reggae-Version besonders populär, Omars Fassung ersetzt Rasta- mit Voodoo-Feeling. In Summe ist das alles gekonnt gespielt, leidenschaftlich gesungen, bringt vielfach auch interessante Perspektiven ein, aber kann (und soll wohl auch) keine Originalfassung oder -album ersetzen.

Begleitet wird Omar in wechselnden Besetzungen von Ted Roddy (hca), Mark Kazanoff und Les Izmore (sax), Derek O' Brien, Eve Monsees und Casper Rawls (guit), Ronnie James (dbl bss), Bruce Jones (bss), Wes Star und Mike Buck(drms) sowie Nick Conolly (org). Da Omar auch schon Jimmy Reed solch einen musikalischen Grabstein gesetzt hat, darf man gespannt sein, wer als nächster von ihm gefeatured wird - Bo Diddley beispielsweise ist auch schon seit 2008 nicht mehr...



-Klaus Reckert-




 
 
 

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