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Don Airey - Keyed Up

Don Airey - Keyed Up
Music Theory/Mascot/Rough Trade
Format: CD

Dieser Key(board) Wizard hat schon mit allen wichtigeren Größen gespielt (u.a. Cozy Powell, Colosseum II, Rainbow, Black Sabbath, Ozzy Osbourne, Gary Moore, Whitesnake, Jethro Tull, Judas Priest u.v.m.). Obwohl seit 2001 die unermüdlich tourenden Deep Purple die Brötchen im Hause Airey bezahlen, blieb noch Zeit für das vierte Soloalbum, das vieles aus des Tasten-Dons belebter Vergangenheit Revue passieren lässt. Zum Beispiel 70s Style Hosenkneifer-Hardrock wie "3 In The Morning" mit einem dafür ideal besetzten Carl Sentance (u.a. Krokus, Persian Risk) am Mikro. Nach dem unspektakulären "Beat The Retreat" schlägt erstmals die Prog-Stunde: "Blue Rondo A La Turk" (Dave Brubeck) gestattet schöne Interpretationsvergleiche, u.a. mit Keith Emerson auf der Version von The Nice ("Rondo").

Zurück zum Hardrock und zu Sentance, dem es gelingt, "Solomon's Song" ein gewisses Whitesnake-Flair zu verleihen. "Claire D'Loon" ist nicht, wie man bei dem Titel meinen könnte, eine Debussy-, sondern eher eine Gary Moore-Verbeugung. Prog-Higlight No. 2: "Flight Of Inspiration" zeigt Elemente von Deep Purple, aber auch Magellan bzw. Explorer's Club. Allgemeines Highlight: Ein gewagtes, aber geglücktes Remake von Rainbows "Difficult To Cure", das sich bekanntlich selbst reichlich bei Beethovens Neunter Symphonie bedient. Hätte ganz schön peinlich werden können, der Don einen (gesampleten) Orchesterteil mit besonders viel Pomp und Circumstance hinzukomponiert hat. Doch das Hammond-Solo sowie die großartigen Mitmusiker wie Rob Harris (guit, u.a. Jamiroquai), Jazzbassist Laurence Cottle oder Darrin Mooney (drms, u.a. Gary Moore, Primal Scream) machen die Wiederbegegnung zu einem erfreulichen Erlebnis. Das kurze Intro zu "Difficult" - "The Godbox" - zitiert übrigens Fats Wallers Kosename für Aireys Lieblings-Instrument, die Hammond-Orgel.

Die "Mini Suite" ist genau das, was der Titel verspricht - wobei u.a. mit Colosseum-Versatzstücken gespielt wird. Das ist auch kein Wunder, denn hier hat Don Aufnahmen aus dem Jahr 2010 mit dem Anfang 2011 verstorbenen Gary Moore verarbeitet! Genau wie bei "Adagio", das sich mit Bachs Ouverture D-Dur BWV 1068 ("Air") an eines der meistgespielten und -bearbeiteten Barock-Stücke überhaupt wagt, aber doch ebenfalls mit einer recht eleganten Neufassung überzeugt.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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