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Tonträger-Review
 
Krisiun - Ageless Venomous

Krisiun - Ageless Venomous
Century Media Records
Format: CD

Ist es ein unter Drogeneinfluß amoklaufendes Metronom? Ist es Manowars "Sting Of The Bumble Bee" in dreifacher Geschwindigkeit? Oder springt der CD-Player vielleicht nur? Alles falsch, es ist tatsächlich "nur" die neue Krisiun, bzw. der eigenartig tickend-surrende Schlagzeugsound, mit dem die meisten Stücke einsetzen. Dieses irrsinnig schnelle Flirren sind die Double Bass Drums! Das resultierende Geräusch hat ungefähr soviel Tieffrequenzen und Bums wie ein Flohzirkusorchester, ist aber technisch allemal beeindruckend. Das vierte, erstmals selbstproduzierte Album der Death Metallisten aus Rio Grande do Sul führt sein eigenes Genre also zum mehr oder weniger logischen Extrem: Viel schneller geht's wohl nicht mehr, wenn noch irgendetwas unterscheidbar sein soll. Und das ist hier wahrlich der Fall, der Sound ist sauberst, die kaum glaublichen Gitarren-Läufe des Moyses Kolesne matschen das Todesröcheln und den Bass von Alex Camargo nicht zu, und der schon angesprochene Schlagzeugstil von Bruder Max Kolesne setzt sich ohnehin überall durch.

Wer Death Metal nicht mag (kann's das geben? ;-), muss beim Anhören dieser Scheibe ohnehin annehmen, die Hölle sei endgültig losgebrochen. Freunde des Genres dürften hingegen speziell beim Titelstück feststellen, daß die Kompositionskunst dieser Autodidakten aus Brasilien mittlerweile recht komplex geworden ist und von der Struktur her sogar bisweilen an Satyricon gemahnen. Weiter bemerkenswert: Das nahezu melodisch dahinrasende Instrumental "Serpents Specters" oder "Diableros", ein rein akustisches Instrumentalstück, quasi Death Metal "unplugged". Aber kaum bei MTV...



-Klaus Reckert-



 
 
 

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