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Little Atlas - Automatic Day

Little Atlas - Automatic Day
10T/Justforkicks
Format: CD

Angenehme Überraschung: Die Band war nur vage dem Namen nach bekannt, und das nach fünf Alben in fünfzehnjährigem Bestehen. Das hätte also auch weniger Gutes bedeuten können... Statt der befürchteten Kannnix-Nummer entpuppt sich "Automatic Day" jedoch als auch auf 73 Minuten Lauflänge stets brillant unterhaltende Mixtur, die auf einer vorzüglich mundenden Retroprog-Basis passende weitere Elemente hinzufügt. Der angenehm rückgewandte Charakter der anspruchsvollen und doch zugänglichen Musik wird vor allem von Steve Katsikas bestimmt. Der Primus inter pares klingt als Sänger - zumindest wenn er auf die Stimme drückt - ein wenig nach Peter Nicholls (IQ). Und als Keyboarder hat er viele wunderbar warme Analog-Sounds am Start: Minimoog, Mellotron, Rhodes, Grand Piano.

Doch auch seine Mitmusiker, beispielsweise Roy Strattman (guit; unglaubliches Solo auf "Darocet Eyes") oder Rik Bigai (bss; funkt truen Slap Bass auf "Emily True") sind aller Ohren bzw. Ehren wert. Die Musik balanciert gekonnt zwischen Soundscapes und Ballade ("At The End Of The Day", das allerdings auch eine kakophonische Passage hat) am einen und ProgMetal-Ausbrüchen ("Illusion Of Control") am anderen Ende des Spektrums.

Im klassischen Altertum war Atlas der Kollege, der die Welt auf den Schultern tragen konnte und musste. Konkreter: Der arme Kerl, der das Himmelsgewölbe am westlichsten Punkt stützte. Derartige Ansprüche hat der kleine Atlas nicht. Doch ihnen gelingt es, Artrock, Retro- und Neoprog auf einem Gesamtwerk auf hohem Niveau und Freude verbreitend nachzuvollziehen scheint auch keine kleine Leistung!



-Klaus Reckert-


"Oort"
"Twin Of Ares"
"Automatic Day"


 
 
 

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