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Terry Radigan - Radigan

Terry Radigan - Radigan
Zyx
Format: CD

Übermässiges Vertrauen in ihre teils eigenen Texte scheint Terry Radigan nicht mitbekommen zu haben in ihrer bisherigen Karriere. Wie anders lässt es sich erklären, dass die Künstlerin, obwohl lediglich massen- und radiotauglichem Gitarrenpop zugewandt, sich immer wieder auf ebendiesen beruft: 'Ich möchte, dass ihr die Musik mindestens so klar in Erinnerung behaltet wie die Texte.' Kein Problem, fliesst doch ihre aktuelle CD recht zuckrig-zähflüssig aus den Boxen, so dass wenigstens ein paar wenige Momente im wahrsten Sinne des Wortes kleben bleiben müssen. Der Verzicht auf elektronische Grooves in allen Ehren und auch die Abwendung vom allseits beliebten Lo-Fi-Sound sei akzeptiert. Muss man sich aber dann gleich derartig zwischen die Stühle setzen und im musikalischen Nichts landen? Einem musikalischen Nichts bestehend aus Rockabilly und Countryklängen, Balladen und etwas 70er Jahre-Disco. Man darf mehr erwarten wenn die, in Brooklyn geborene aber bald nach Nashville umgesiedelte Sängerin erklärt, ihre seit den 80ern erfahrenen Eindrücke in eine eigene Vision umzusetzen. Da hilft es auch nichts, dass sie selbst Piano, Gitarre, Mandoline und Banjo auf dem Album selbst eingespielt hat. Was soll man ausserdem halten von dem Lob an die Produzenten Justin Niebank (u.a Blues Traveler) und Kenny Greenberg, deren Ideen unter anderem darin bestanden, richtiges Schlagzeug und einen echten Bassisten hinzuzufügen...? Nicht unerwähnt in dem Zusammenhang sollte auch das String Quartett bleiben, aber daran scheiterten schon ganz andere vor ihr. Es fällt bei allem Wohlwollen schwer, wirklich hörenswerte Anspieltipps zu nennen. Das rockige 'Blink' sowie '50 Kisses' als Abschluss eignen sich noch am ehesten, können den langweiligen Gesamteindruck aber auch nicht nachhaltig kaschieren. Fast schon Realsatire, daß Cover auf dem eine dezent verkrampft und gequält lächelnde Terry Radigan zu sehen ist. Als wären ihre selbstgewählten Vergleiche mit Grössen wie Patsy Cline oder Peggy Lee doch mehr zur Last denn Inspiration geworden.


-Michael Kellenbenz-




 
 
 

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