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Tonträger-Review
 
Claire - The Great Escape

Claire - The Great Escape
Island/Universal
Format: CD

Indie is over, so viel steht mal fest. Was übrigbleibt, ist eine dickflüssige, klebrige und zuckersüße Pop-Soße, die im Moment immer gleich klingt, wenn sie aus den Lautsprechern suppt: eine dicke Basslinie, dazu bisschen "Post-R'n'B"-Kitsch, der natürlich "ganz anders" klingt als in den 90ern (weil im Gegensatz zu früher niemand mehr ein gute Stimme hat) dann einmal großzügig jede Menge Synthies drüber ausgekippt. Wer hier noch vermeintliche Indie-Band oder doch schon Pop-Star ist, kann niemand mehr sagen. So weit, so lahm. Und in dieses "Monogenre" platzen nun Claire aus München.

Mit den Stücken "Broken Promise Land" und ihrer Single "Games" startet das Quintett stark in ihr Debütalbum mit dem Titel "The Great Escape". Doch dann lässt die Band leider auch stark nach. Bis auf den Closer "Roll Down Run South" bleibt kein Track mehr hängen. Das ist schade, denn besonders "Games" ist ein Ohrwurm oberster Kajüte, der derzeit vermutlich in den Indieclubs, die es ja auch nicht mehr gibt, rotiert, und wahrscheinlich demnächst im Spot eines großen Telekommunikationsanbieters auftauchen wird. Doch danach vermasseln sich Claire selbst die Tour. Die Produktion ist zwar satt, aber eben völliger Einheitsbrei. Und dann ist da ja noch dieser oberpeinliche und vor allem völlig überflüssige Ausrutscher mit dem Rap-Vers aus Grandmaster Flash & The Furious Fives "The Message". Fazit: Klassiche Spotify-Singles-Band Anno 2013.



-Felix Maliers-


Video zu "Games"


 
 
 

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