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Circa Zero - Circus Hero

Circa Zero - Circus Hero
429/Caroline/Universal
Format: CD

Ein frisch klingendes Poprock-Album, dem der Sommer aus jedem Song-Blütenblatt duftet - das hätte wohl kaum jemand von ihm erwartet. Doch Andy Summers hatte nach der fast beängstigend erfolgreichen Police-Comeback-Tour von 2007-08 einfach keine Lust mehr auf polizeiliche Wiederbelebungen. Und auch nicht auf eine sofortige Fortsetzung seiner Karriere als den Massen kaum bekannter, von Szenefans aber vergötterter Jazzrock- und Prog-Gitarrist: u.a. bei oder für Soft Machine, Kevin Ayers, John Etheridge ("Invisible Threads"), Mike Oldfield oder Jon Lord. Doch er hat offensichtlich irgendwann wieder Lust auf zugängliche, massenkompatible Musik bekommen. Und die liefert Circa Zero fraglos. Garant dafür ist auch Andys Partner Rob Giles (voc, bss, drms; u.a. The Rescues), dessen strahlender Gesang sowohl radiotaugliche Gefälligkeit wie glaubwürdige Rock-Ecken- und -Kanten aufweist und darin an das erinnert, was Casey McPherson (Alpha Rev) für die Flying Colors leistet, mit einem Touch Chad Kroeger, was ja in den Hitparaden auch noch nie geschadet hat.

Überdies sind dem Duo Kompositionen gelungen, die eine ähnliche Balance halten: Alles ist überaus melodisch, ja gefällig, und wird doch fast nie belanglos oder langweilig. Dafür sorgen aparte Einfälle wie das Thema des Kanons "Hejo, spann' den Wagen an" eingangs von "Levitation" und die durchgängig federnden Rhythmen, gerne auch mal Reggae-gefärbt ("Say Goodnight"). "The Story Ends Here" hat 'was von psychedelischen Beatles und auch die Kopfstimme von "Night Time Travellers" geht in die Richtung Lennon & Harrison.

Was noch auffällt: Summers demonstriert auf "Circus Hero" mehr Lust auf knackige Soli, als auf allen Police-Alben zusammengenommen. Er lässt dabei immer noch nicht den Guitar Hero raushängen, aber das Wah-Solo von "Night Time Travellers" ist schon so amtlich, wie es auf den Punkt kommt. "Underwater" ist fast ein richtiger Rocker und "Summer Lies" beweist, dass Summers den "Chorus"-Effect aus Police-Tagen nicht weggeworfen hat. Die interessant klingenden Texte ("I Am Your Perestroika") sind leider nicht abgedruckt. Dennoch: Das Feel-Good-Hit-Album des Sommers ist früh dran dieses Jahr!



-Klaus Reckert-


"Levitation" live
In The Studio


 
 
 

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