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Devil's Train - II

Devil's Train - II
earMUSIC/edel
Format: CD

"Ein Urteil lässt sich widerlegen, ein Vorurteil nie"? Nun, zumindest lassen sich vorschnelle Urteile neu bewerten. Rezensent hätte beispielsweise nie gedacht, dass er in diesem Leben noch einmal mit 80er Jahre Heavy Rock warm wird (damals schon). Den spielen Devil's Train aber nun mal... Dazu noch dieser abgegriffene Bandname und schließlich Songtitel, die aus einer überzeichneten Satire zu stammen scheinen: ""Gimme Love", "Can You Feel", "Rock Forever", "Let's Shake It" - ja geht's noch?!? Das Album "II" nennen und "Immigrant Song" covern ("Born To Be Wild" übrigens auch) - das ist doch hoffentlich alles nicht ernst gemeint, das ist doch Spinal Tap? Wird aber leider trotzdem nichts mit dem Verriss.

Warum? Weil das international besetzte Quartett seine erklärte Sache so besonders gut und mit ohrenscheinlicher Begeisterung macht. Weil Frontmann R. D. Liapakis - ein im Allgäu lebender gebürtiger Grieche, der u.a. schon für Mystic Prophecy u. Valley's Eve gesungen hat - die für diese Art Mucke ideale Stimme am Start hat, die immer wieder positiv an Badlands Ray Gillen erinnert. Weil Jörg Michael (drms; u.a. Ex-Stratovarius; Sessions u. Touren u.a. mit Mekong Delta, Rage, Saxon, Grave Digger) eigentlich strunzsimple Songs wie "Gimme Love" nach vorne drischt, dass sie unwiderstehlich werden und selbst dem winzigsten Daihatsu Curare noch einen V8 Big Block zu verpassen scheinen. Weil ihn beim Erzeugen dieser Mördergrooves Jari Kainulainen (bss; u.a. Ex-Evergry, Stratovarius) mehr als ein wenig unterstützt. Weil Gitarrist Lakis Ragazas (Mystic Prophecy) nicht nur das 80er Jahre Hosenkneifer-Powerriffing aus dem Eff Eff beherrscht, sondern auch mit Bottleneck eine überaus gepflegte Teufelsgitarre spielt - laut Micky Moody ja "the instrument of the devil". Vielleicht das schönste Beispiel hierfür liefert "Mr. Jones", zu dem es ein sehenswertes Video gibt (s.u.).

An den Texten allerdings sollte man vorbeizuhören versuchen ("She's hot like gasoline" (?), "Love you on high heels", "I hope you know, I love you so"; ...), die übererfüllen wirklich fast jedes Eighties-Rock-Klischee.



-Klaus Reckert-


"Hollywood Girl"
"Mr. Jones"


 
 
 

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