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Fatoni - Andorra

Fatoni - Andorra
Universal
Format: LP

Ja. Sie gibt es. Deutschrap-Alben, die man einfach nur klasse finden kann. Die musikalisch, textlich und menschlich einfach herausragend sind. Alben ohne Assi-Faktor, ohne Peinlichkeiten. Es gibt sogar eine Menge solcher Alben. Von Yassin und der Antilopen Gang, von Dendemann, Neonschwarz und Zugezogen Maskulin. Und von: Fatoni. So ein derber Typ, so ein toller Rapper und Texter. Ganz besonders hier und jetzt, ganz besonders auf und mit "Andorra".

13 durch die Bank starke Songs hat der Müncher, der einst bei Moop Mama war, der als Schauspieler arbeitete und der Songs und Alben mit zum Beispiel der Antilopen Gang, Kryptik Joe von Deichkind oder Mine gemacht hat, auf sein neues Solo-Album gepackt. 13 Songs, die häufig nach klassischem Deutschrap von den 1990ern bis heute klingen, die aber immer wieder aus der Reihe fallen. Orientalische Sounds zum Beispiel veredeln "Die Anderen", Dirk von Lowtzow von Tocotronic macht bei "Alles zieht vorbei" mit (und Casper bei "Burj Khalifa"), "Digitales Leben" klingt wie eine analoge Küchensession und "Krieg ich alles nicht hin" könnte auch ein Indierock-Song von Bela B. sein. Kurz: musikalisch spannend. Textlich auch. Weil Fatoni ein Storyteller ist, seine Geschichte(n) erzählt, von damals bis heute, und was es sonst noch so gibt. In der Politik, im Rap, in beiden zusammen. Er so: "Zum Beispiel hassen alle Frei.Wild und wir sind uns alle einig. Doch wenn Rapper dumme Faschos sind, dann sind wir nicht so kleinlich." Wir so: Auch das ist Deutschrap 2019. Übertrieben gut.



-Mathias Frank-


Audio: "Alles zieht vorbei" feat. Dirk von Lowtzow


 
 
 

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