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Virginia And The Flood - Aqua Duck Down

Platte der Woche

KW 43/2019


Virginia And The Flood - Aqua Duck Down
Your Ears Have Been Bad And Need To Be Punished
Format: CD

Auf dem letzten Reeperbahn Festival geisterte ein sympathisches kleines Fabelwesen herum, das sich auf der Bühne ganz schnell in ein musikalisches Wildtier verwandelte und zusammen mit seiner Band all jene begeisterten, die nach ungewöhnlichen Lösungsansätzen für konventionelle Aufgabenstellungen auf der Bühne suchen. Die Rede ist von der schwedischen Songwriterin Cornelia Adamsson aus Göteborg, die sich mit ihrer Band Virginia And The Flood ganz schnell als heißer Tipp für alle Freunde unkonventioneller, mystisch angehauchter Folk-Rock-Experimente erwies.

Dabei machte Cornelia zunächst mal durch ihre Kostümierung auf sich aufmerksam: Sie präsentierte sich nämlich geschminkt als mythische Kreatur - irgendwo zwischen Gazellen-Kitz und eleganter Raubkatze, im schwarzen Bodysuit, die Haare in einem wilden Dutt gebändigt und im Steampunk-Ledermantel. Wer dann allerdings spinnerten Mädchenpop erwartet hatte, wurde angenehm enttäuscht, denn auf der Bühne präsentierten Virginia And The Flood einen druckvollen Mix aus skandinavischen Folk-Elementen und psychedlisch angehauchtem Indie-Rock mit progressiven Ambitionen. Dazu sang Virginia mit einer faszinierenden Sopranstimme in der Art, wie Kate Bush das zu Beginn ihrer Karriere auch schon getan hat. Auf der nun vorliegenden Debüt-LP "Aqua Duck Down" kommt die Sache vom Mix her immer noch so unkonventionell wie auf der Bühne, musikalisch aber deutlich differenzierter, detailreicher und eine Spur entspannter rüber. Insbesondere die Kombination von akustischen Saiten-Instrumenten, psychedelischen E-Gitarren, gelegentlichen Keyboard-Tupfern in Kombination mit Cornelias Sirenenstimme, vielschichtiger Engelschöre und den Folk-Harmonien ihrer Kompositionen machen hier den Reiz aus. "Southern Goth" nennt sich das Ganze (womit gemeint ist, dass das Ganze aus dem Süden Schwedens kommt). Und dass Cornelia die Sache innerhalb eines eines Jahres und auf ausdrücklichen Wunsch als Indie-Künstlerin ohne Label-Unterstützung durchzog, dürfte zusätzlich für sich sprechen.



-Ullrich Maurer-


Video: "You Will Never Know A River"


 
 
 

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