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Tonträger-Review
 
Green Day - Father Of All...

Green Day - Father Of All...
Warner Music
Format: LP

Es gibt das Gerücht, dass Green Day hier kein Album gemacht haben, sondern einfach ihren Job, eine letzte Veröffentlichung für das Label, danach endet der Vertrag, was sollen wir uns Mühe geben? Nun, wir glauben nicht ganz daran. Denn sicher, Green Day klingen hier nicht wie auf "Dookie", "American Idiot" oder überhaupt nicht immer nach Green Day und mit rund 25 Minuten strotzt "Father Of All..." auch nicht gerade mit übermäßigem Inhalt, aber zum einen trauen wir der Band es einfach nicht zu, dass sie sich nach über 25 Jahren Warner-Partnerschaft so aus dem Staub macht - und zum anderen ist das Album, ja, doch, Album, einfach nicht so schlecht, wie manche, wie viele es finden.

Ein bisschen erinnern die neuen Songs an die Geschichte von Weezer, die sich auch stetig entwickelt und verändert haben, die experimentiert und sich von den schlechten Kritiken niemals aus der Ruhe bringen lassen haben. Und das, was Green Day nun eben auch machen, ist im Grunde doch viel mehr Punk, als seinem Label den undankbaren Mittelfinger zu zeigen. Musikalisch dagegen ist hier vieles eben kein Punk mehr, nicht mehr der Pop-Punk, mit dem Green Day einst zu einer der größten Bands der Welt wurden. Nein, hier gibt es Pop und Glam und Rock N Roll und eine Band, die das, was sie mit den "¡Uno!", "¡Dos!" und "¡Tré!"-Alben sowie zum Teil auch mit "Revolution Radio" begonnen hat, fortzusetzen. Anders sein, Sachen ausprobieren, Fehler riskieren. "Stab You In The Heart" zum Beispiel klingt nach rock n rolligen Beatles, "I Was A Teenage Teenager" hat auch musikalisch mehr von Weezer als Green Day, "Meet Me On The Roof" ist... unten gibt's den Link zum Video. Vorab: der Song ist klasse! Anderes bedient sich im dreckigen Rock N Roll und scheint von The Strokes und Konsorten beeinflusst, ein "Junkies On A High" ist später ein schleppender, psychedelischer Brocken, "Take The Money And Craw" ein mitreißender, zerstörender Hit, bei "Sugar Youth" schimmern tatsächlich stärker als bei den anderen Songs die "alten" Green Day durch. Am Ende gefällt genau dieser Song besser als andere, aber auch weniger als andere, weil auch die 2020er Green Day ihre Reize haben, weil sie auch weiterhin tolle Lieder schreiben, die zwar anders klingen, aber die sicher eines nicht sind: Ein Witz.



-Mathias Frank-


Video: "Oh Yeah"
Video: "Meet Me On The Roof"
Audio: "Fire, Ready, Aim"

 
 
 

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