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Compilation - A Boy Named Sue - Johnny Cash Revisited

Compilation - A Boy Named Sue - Johnny Cash Revisited
Trikont/Indigo
Format: CD

Es klingt fast wie ein Rechtfertigungsversuch, wenn im Covertext zu dieser Compilation darauf hingewiesen wird, daß Johnny Cash, gerade 70 Jahre alt gewordenes Country-Urgestein, in den frühen Fünfzigern als G.I. in Deutschland lebte. Als ob es nötig wäre, für einen Tribut an Cash Gründe zu finden. Viel zu groß ist der Einfluß, den der Mann hatte und hat, und viel zu groß ist wohl auch der Reiz, sich einmal an einem Song aus seinem umfangreichen Lebenswerk zu versuchen. Diverse deutsche und in Deutschland lebende Musiker haben sich nun der Versuchung hingegeben, und herausgekommen ist eine Hommage, die manch originelle Cover-Version beherbergt. So wird der "Orange Blossom Special", der im Original noch Cashs Liebste in Windeseile zurückbrachte, unter Tilman Rossmys Regie zum Triebwagen, der in aller Seelenruhe durch die Pampa gondelt, Blumenpflücken während der Fahrt ist möglich. Mann ohne Schmerzen, eine abgespeckte Version von Fink, überraschen mit einer höchst eigenwilligen Variante von "Big River", die dem Song auch noch den letzten Funken Country-Appeal raubt und ihn in einen verzerrten Blues verwandelt, während "Jackson" noch nie so locker-beschwingt klang wie in der Variante der Hamburger Formation Cow. Schattenseiten gibt es kaum, nur Wiglaf Drostes "I Won't Back Down" ist unglaublich altbacken und langweilig. Dies bleibt jedoch der einzige wirkliche Ausreißer. Der Rest der von Franz Dobler zusammengestellten Compilation überzeugt durch einen respektvollen, aber erfrischend verspielten Umgang mit dem Mythos Cash.


-Christian Zeiser-



 
 
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