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Tonträger-Review
 
Mickey Hart - Over The Edge And Back - The Best Of

Mickey Hart - Over The Edge And Back - The Best Of
Rykodisc/Zomba
Format: CD

Spannend und ein wenig beängstigend: Eine "Best Of" vom Grateful Dead-Fellgerber, Tabla-Virtuosen und Weltmusikler Mickey Hart. Soloscheiben von Trommlern können ja allein schon durch die Sidemen herzerhebend sein wie etwa einiges aus Bill Clobhams oder Cozy Powells Oeuvre, durch schiere Virtuosität fesseln, wie manches von Charlie Antolini oder - leider der Normalfall - noch schneller anöden als Sabine Christiansen im Pantoffelkino. Harts Kompilation seiner Greatest Hits, die natürlich sämtlich keine Hits waren, geht noch einen anderen Wirkungsweg: Dies ist keine oberflächliche Soloplattenmusik, und ist viel zu facettenreich, um schnell zu langweilen, aber für "nur so nebenher" ist die Scheibe auch definitiv ungeeignet.

Enthalten sind Tracks seiner Rykoalben "Diga", "Apocalypse Now Sessions", "Drumming At The Edge Of Magic", "Planet Drum", "Mystery Box" (ansprechende weibliche und männliche Vocals von The Mint Juleps) sowie "Superlingua". Dabei kommt ein Coctail immer sehr percussiver, federnder, vielfach ethnisch beeinflusster Musik heraus, den man sich aber auch mit Genuß anhören kann, ohne eine fanatische Liebe zu gegenläufigen 5/8tel-Rhythmen im Herzen zu tragen. Der bislang unveröffentliche Schlußtrack des Albums, "Call To The Nations" ist insofern sehr speziell, als es sich hier um eine neue Version der Co-Komposition mit u.a. Philip Glass handelt, die bei der Eröffnungszeremonie der olympischen Coca Cola-Games '96 in Atlanta von mehreren 100 Trommlern im Stadion zum Vortrag gebracht worden war.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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