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Enchant - Blink Of An Eye

Enchant - Blink Of An Eye
InsideOut
Format: CD

Das ist, wie wenn ein alter Freund zu Besuch kommt, den man zwar regelmässig gesehen hat, wo aber die Intensität des Erlebens und Zusammenseins nie wieder so wie damals "weißte-noch-93-zusammen-in-diesem-Chaosurlaub-aber-wir-waren-ein-Dream-Team" war. Und plötzlich ist die ganze alte Magie wieder da! So nun auch bei der wohl besten US-Progressive Rock-Band, Enchant, die sich bereits '89 in der Bay Area gegründet und mit dem '93er Album "Blueprint Of The World" vielleicht keine Schablone für die ganze Welt, ganz sicher aber ein einsames Referenzalbum für den Bereich melodischer, progressiver Rockmusik hervorgebracht und damit die Latte für andere wie für sich selbst sehr hoch gelegt hatten.

Und es kam, wie's kommen mußte: Obwohl die Nachfolger "Wounded", "Time Lost", "Break" sowie "Juggling 9 Or Dropping 10" allesamt großartige Musik enthielten, kam dieses spezielle "Freund-fürs-Leben"-Gefühl bislang nicht mehr oder nur stellenweise auf. Bis zu "Blink Of An Eye"... Das Tolle ist, dass sich die neue Scheibe etwa bei "Monday" sogar auf Meilensteine wie "Acquaintance" von "Blueprint" bezieht, aber eben wie ein Anerkennen und Weiterschreiten, nicht wie ein sich selbst Beklauen, wie's ja leider bei vielen anderen lebenden Legenden der Fall ist.

Wer Enchant vielleicht noch gar nicht kennt: Die Musiker bezeichnen selbst Rush, Kansas, Queensryche, Marillion und Dream Theater als ihre Vorbilder - und das hört man. Tatsächlich hat beispielsweise Samtkehlchen Ted Leonard noch nie so sehr wie eine sanftere Version der Kansas-Stimmen Steve Walsh oder fast noch mehr dessen zeitweilige Zweitbesetzung John Elefante geklungen, wie auf "Blink".

Das Album ist von vorne bis hinten eine Wunscherfüllung. Also eine der wenigen rundum perfekten Musikmedien denen man so begegnet, wo man sich also von den ob so viel Schönheit schlicht dankbar machenden Kompositionen über die stets relevanten Soli und eine alles erst ins rechte Licht rückende Produktion ohne Mätzchen bis zum prächtigen Artwork, das wirklich eine Geschichte erzählt, nichts anders wünschen könnte. Gemeinsam mit Pain Of Salvations "Remedy Lane" und Everons "The Bridge" ist "Blink" für den Endesunterschriebenen Top-Aspirant für das Album des Jahres.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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