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Fury In The Slaughterhouse - Monochrome

Fury In The Slaughterhouse - Monochrome
SPV
Format: CD/DVD

Der Cadillac unter den DVDs: Dieses Teil rückt der CD-Hökerer deines Vertrauens zwar nicht gerade zum Eichelsparkpaket-Preis raus, aber geboten wird dafür nicht weniger als eine Audio-CD mit einem 62minütigem Konzertmitschnitt von der "Color Fury-Tour", zu der man trotz der schönen, preisenswerten '92er "Pure Live"-Scheibe nur sagen kann: Die Furies in der bisherigen Form ihres Lebens und Webens (im besten Sinne "zu Herzen gehend" vor allem: "Things Like This", aber auch wieder mal "Radio Orchid"). Und dann natürlich auf DVD das Ganze als 82minütiges abgefilmtes Konzert, bei dem u.a. durch den mit auftretenden Künstler Andora oder die sehr bereichernden Cello-Parts ständig etwas los und zu beobachten ist. Dazu ist der Silberling offensichtlich noch mit sinnvollen Komfortmenüs wie der Anwahlmöglichkeit unterschiedlicher Kamerablickwinkel oder der der Verlinkung von Songs mit den zu ihnen gehörenden Kurzfilmen (s.u.) zusätzlich aufgewertet.

Und als ob das noch nicht genug wäre, hat noch reichlich Material Platz auf der DVD gefunden, das sich angenehm von den sonstig gerne als "Bonus" den Speicherplatz zustopfenden Füllmist unterscheidet. Als da wäre: 1. Ein wirklich hervorragend gemachter, informativer "Interviewfilm" von Franziska Stünkel hinter den Kulissen aufgenommen. 2. Der Trailer zum weiland auch auf Gaesteliste.de angekündigten Color Fury-Filmprojekt, bei dem mehreren Teams angeboten wurde, völlig bar jeder Vorgabe einen oder mehrere Songs des gleichnamigen Furies-Albums zu verbildern. 3. Die diesem Projekt konstituierenden Kurzfilme "Fly Sadness Fly" (lahm, noch am ehesten ein klassisches "Musik-Video", "It's A Small World" (zauberhaft, u.a. mit Sissi Perlinger u. Peter Lohmeyer". Skuril und fesselnd, man bedauert, dass das nur ein Kurzfilm ist), "Angels & Saints" (schon wegen dem hier mit Farbe und Schwarz-Weiss getriebenen Spielen sehenswert), "Edendale" (eine etwas überreizte Flipper-Metapher und bisweilen ermüdende Zwiegespräche. Aber mit Oberarzt Bela B., was will man mehr?) sowie schließlich "Midnight Rider" (Regiedebüt von Frontfury Kai Wingenfelder, das mit irrwitzigen Grenzgängen zwischen PC-Games und der "Realität" in der Art von Tron fasziniert).

Entgegen dem in dieser Hinsicht zu optimistischen Infomaterial hat es eine 44minütige Dokumentation zum Entstehen der Filme dann doch nicht mehr auf das schon krachvolle Medium geschafft, sei's d'rum. Auch so schon stellt diese DVD von der Ausnutzung des Mediums, der sinnhaften Zusammenstellung sowie natürlich der Qualität der diversen enthalten Sinnenkitzel so etwas wie eine Referenzklasse dar. Für den, der alles haben muss, übrigens sogar noch mit dem PC-Bildschoner zum Konzert als Dreingabe. Alles in allem ein schillernd-buntes und somit das Gegenteil eines monochromen Angebots. Ha, also doch ein Kritikpunkt: Etikettenschwindel!



-Klaus Reckert-




 
 
 

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