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Apocalyptica - Reflections

Apocalyptica - Reflections
IslandMercury/Universal
Format: CD

Sie waren noch nie so nah an "E-Musik", und noch nie so relativ weit weg von Metallica. Obwohl... Was die nurmehr drei Cellovirtuosen für "Reflections" erdacht, reflektiert und eingespielt haben, setzt fort, was der wahrlich kultige Vorgänger "Cult" bereits angedeutet hatte: Die vormalige, wiewohl zutiefst originelle Coverband löst sich weiter von ihren Vorbildern. Dementsprechend hat sich auch der abmikrofonierte Cellosound vom Versuch befreit, partout nach James Hetfields Schrammel klingen zu müssen, dementsprechend entstammen die Stücke jetzt mehrheitlich der Feder von Eicca Toppinen. Dieses Verfahren könnte ein paar Fans aus dem Heavy-as-can-be-Lager kosten, aber auch jede Menge klassikinteressierte Grenzgänger dazugewinnen.

"Prologue" knattert los wie ein betrunkener Albatross - immer noch groß und edel, aber gefährlich schräg; die Ballade "Faraway" überrascht mit einem mondsüchtigen Piano; auf "Cohkra" nerven allerdings die gefährlich nach Syndrums klingenden Lahm-Percussions. Ach, apropos: Auf fünf Tracks bearbeitet Slayer-Drummer Dave Lombardo die Felle! Bemerkenswertest ist noch das voll orchestrierte "Cortége", mit dem die Finnen sich vor dem Russen Schostakowitsch verbeugen. Und "No Education" sowie "Conclusion" schließlich sollte all jene versöhnen können, die eigentlich doch am liebsten hören, wie die Apocalyptiker Metallica spielen. Genau so klingen die beiden dann nämlich irgendwie doch.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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