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Killer - Broken Silence

Killer - Broken Silence
Mausoleum/Soul Food
Format: CD

Killer waren einmal bei Heavy-Mucke das, was Paté bei Fleischprodukten ist: Belgiens Exportartikel No. 1. Wenn man diesen köstliche 71 Minuten langen Stille-Zerreisser einlegt, begreift man ziemlich schnell, warum das so war. Allerdings ist dieses fünfte Album des Männeken Rock-Quartetts auch das erste seit 1991 - die Gründe dafür liegen in typischen, traurigen Rock'n'Roll-Bizz-Geschichten, die ein anderes Mal erzählt werden sollen. Möge für jetzt der Hinweis genügen, dass sowohl der ursprüngliche Labelgründer Alfie Falckenbach wie auch die Erfolgsband des damaligen wie heutigen Labels Mausoleum sich zunächst mal enttäuscht von dieser Firma abwendeten. Nachdem sich der Rauch, die Geier und Rechtsanwälte wieder verzogen hatten, erschien aber auch Alfie wieder. Mit Wut und einer musikalischen Vision im Bauch, und mit Killer im Hinterkopf. Zum 20-jährigen Jubiläum des Labels in 2002 wurden Killer reformiert, beim ersten Live-Gig war gleich Doro (ex-Warlock) dabei - und hier ist nun auch ihr Come Back-Album, bei dem übrigens Alfie gleich auch für Produktion und Artwork verantwortlich zeichnet.

Nun, bei dieser Wiederbelebung hat sich das Warten mal gelohnt: Das Titelstück beginnt mit einer feingliedrigen Keyboard-Ouvertüre, um dann in die nach vorne preschenden Riffs und schön bis derb bellenden Gesang von Paul "Shorty" van Camp auszubrechen, die schon die Vorläuferband Mothers Of Track ausgemacht hatten. Nur verfeinert hat sich die Mixtur zwischen New Wave of British Heavy Metal und Power Metal inzwischen ganz erheblich. Denn Songwriting sowie Produktion haben heute ein Niveau, das sich kaum hinter Bands wie den deutschen Rage verstecken muss, anzutesten etwa mit dem dramatischen "In The Land Of The Pharaoh" (und hier klingen die Gitarrensoli immer noch wie bei den ganz frühen Iron Maiden. Also wunderbar). Derzeitig festgelötet im Gaesteliste.de-Player ist das unaussprechliche Instrumental "The March Of The Chupacabra", das eine Gitarrenlehrstunde darstellt und trotzdem einen Heidenspaß verbreitet. Drum Augen und Ohren auf für diese authentische musikalische Legende u.a. beim Headbanger's Open Air-Festival sowie bei einer für den Spätsommer geplanten Tournee.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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