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Mind Key - Journey Of A Rough Diamond

Mind Key - Journey Of A Rough Diamond
Frontiers/Soulfood
Format: CD

Auch wenn man über die Jahre italienische Power- / Prog-Metal-Bands aus tiefster Seele fürchten gelernt hat: Diese bereits '99 an die Entschlüsselung des Geistes gegangene Forschergruppe verdient Interesse u.a. schon dafür, dass Dream Theater sie dem Vernehmen nach selbst ausdrücklich für ihre just abgeschlossenen Juli-Gigs in Italien auserkoren haben, die teilweise gemeinsam mit Daniele Liveranis Empty Tremor bestritten werden. Traumtheatertrommler Portnoy wird gar mit der Aussage zitiert, Mind Key seien seit Jahren eine der vielversprechendsten Newcomer dieser Szene - aus Italien.

Nach einem Vier-Track-Demo ("Welcome To Another Reality", 2000), diversen Umbesetzungen und dem Plattenvertrag beim italienischen Melodic-Metal-Aushängeschild Frontiers Records werden wir nun also eingeladen, den ungeschliffenen (dem Coverartwork nach aber auch unbekleideten und nicht völlig unattraktiven) Diamanten auf seiner Reise zu begleiten. Ein derartiges Epos bedingt offensichtlich die Langform - unter sechs bis acht Minuten tun's die meisten Songs des Quintetts nicht. Der Opener "Secret Dream" gibt sogleich Hinweise darauf, was Portnoy & Co. für die Mind Key erwärmt haben könnte: Große Ähnlichkeiten. Während allerdings etwa die Niederländer von Mind Cage eine mehr nochmals technisierte, schnellere Fassung des DT-Strickmusters beherrschen, mischen diese Italiener den typischen Petrucci- / Rudess-Sound mit dem eingängigeren, süßlichen Pomp von AOR-Kapellen wie Royal Hunt der John West-Ära, vgl. vor allem das arg zum Kitsch geneigte "Memory Calling". Das wäre ja noch alles eher unaufregend, gäbe es da nicht noch andere Zutaten: Etwa "Deep Inside" (leider nicht verwandt und verschwägert mit dem gleichnamigen Meisterwerk von Sylvan) birgt einen gepflegt losjazzenden Mittelteil, der an die Stiefelprogrockkollegen von BFH erinnert. Ein Flamenco-Rhythmus gibt "World Of Illusion" Abwechslung; hart und breaklastig dagegen das an den bekannten Golding-Roman "Lord Of The Flies" angelehnte gleichnamige Stück. Größte Schwäche des eigentlich vielseitigen Albums ist vermutlich die Stimme von Mark Basile, die vergleichsweise "dünn" erscheint und zum Leiern neigt - wie ja so oft in diesem Genre, wenn es "dramatisch" werden soll.



-Klaus Reckert-



 
 
 

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