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The Cure - The Cure

The Cure - The Cure
Geffen/Motor Music/Universal
Format: CD

2000, als "Bloodflowers" erschien, hatte Robert Smith (mal wieder) verkündet, dass es wohl das letzte Studio-Album von The Cure sein würde. Man kann ja schließlich nicht ewig weitermachen. Es war von einem geplanten Solo-Album die Rede, das aber bis heute nicht fertig geworden ist. Dann wurde erstmal gründlich getourt, und Robert schien das aktuelle Line-Up (Simon Gallup, Perry Bamonte, Jason Cooper, Roger O'Donnell) sehr an's Herz zu wachsen, die Band war live so gut wie nie zuvor, absolvierte 2002 zwei atemberaubende "Trilogy"-Shows in Berlin, und eigentlich konnte das alles nur bedeuten, dass es doch noch ein weiteres Cure-Album geben sollte. Schlicht "The Cure" heißt nun das Ergebnis, eine Platte, die vor allem drei Merkmale aufweisen kann: Zum einen wurde sie von der gleichen Besetzung wie die vom Vorgänger-Album eingespielt (bei den Line-Up-Änderungen in der bisherigen Cure-Geschichte grenzt das schon fast an ein Wunder), Robert Smiths Gesang ist so dominant und gut wie lange nicht mehr und die Platte wurde von Ross Robinson produziert. Richtig gelesen, Ross Robinson, der Mann, der normalerweise Bands wie Korn, Limp Bizkit oder auch Slipknot soundmäßig betreut. Aber keine Angst, er hat den typischen Cure-Sound nicht verändert, hat aber so ziemlich das Beste dabei herausgeholt. So kommt der geneigte Hörer in den Genuss, die Stimme von Robert Smith kristallklar über den Band-Sound gestellt zu hören, etwas, das in der Vergangenheit einfach nicht funktioniert hatte. Die übrige Produktion passt ebenfalls - sehr dynamisch, nicht überladen, angenehm düster und eindringlich. Songmäßig gibt es auch wenig auszusetzen, es gibt die Cure-typischen, eher düsteren, semi-fröhlichen Lieder, es gibt die Dramatik in langer Form ("The Promise", ein 10-Minuten-Stück), es gibt die großartige Single "The End Of The World" und bei "Us Or Them" wird zudem noch amtlich gerockt. "The Cure" ist nicht das absolute Über-Album schlechthin, aber dennoch ein außerordentlich bemerkenswertes.


-David Bluhm-




 
 
 

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