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Dead Soul Tribe - The January Tree

Dead Soul Tribe - The January Tree
InsideOut/SPV
Format: CD

Dead Soul Tribe, aktuelle Heimat von Devon Graves (aka Buddy Lackey, als er noch Sänger und Flötist bei der ProgMetal-Legende Psychotic Waltz war), besteht albumtechnisch nur aus besagtem Devon und Schlagwerker Adel Moustafa. Nach eigenen Aussagen war der Meister mit den fulminanten Vorgängern unter dem DST-Label "Dead Soul Tribe" und "A Murder Of Crows" selbst nicht wirklich 110-prozentig zufrieden, u.a. da die Qualitätsunterschiede zwischen den Highlights und dem "Beiwerk" zu hoch seien. Nun aber habe er für die Hörer, so Graves, "eine Stunde gleich starker, homogener Musik" angesetzt. Hat er mal mit Sicherheit, dennoch möchte man ja gerade das enorm liebenswürdige Debüt doch ganz entschieden vor solcher Eigennestbeschmutzung in Schutz nehmen. Was der relativ frisch Vater gewordene Künstler aber vielleicht auch meint: "The January Tree" klingt jetzt noch etwas durchgängiger nach Musik aus dem Jahr 2004, wohingegen die beiden Vorgänger immer wieder (köstliche) Volten und Zeitreisen in die Neunziger und die besten Zeiten von P. Waltz tanzten. Beispielsweise der Opener "Spiders And Flies" orientiert sich gerade rhythmisch derartig stark an den Tool der "Lateralus"-Phase, dass man gelegentlich meinen könnte, "Tribe" von Queensryche in der Lade liegen zu haben, die sich ja auch exzessiv von Maynard Keenan & Co. beeinflussen ließ. Selbiges trifft auf "Why?" zu - so könnte es klingen, wenn Graves bei einem Jam von A Perfect Circle einsteigt - reizvolle Vorstellung eigentlich...

Ein kleines Gemecker ziehen die Lyrics auf Poesiealbumsniveau von "The Love Of Hate" auf sich, ansonsten ist hier wieder alles auf gewohnt allerhöchstem Niveau. Ein mit den Jahren zum virtuosen Multiinstrumentalisten gereifter Mann verarbeitet sein ganzes Können und alle Erfahrungen zu etwas vom Besten, was die Prog-Szene überhaupt noch zu bieten hat. Besonders begeisternd geland die Neufassung der stillen '93er Komposition "Just Like A Timepiece".

DST sind übrigens live noch empfehlenswerter denn als Konservenfutter (da hier praktisch immer auch Psychotic Waltz-Nummern gegeben werden) und im September als Vorgruppe von Threshold unterwegs.



-Klaus Reckert-




 
 
 

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